Weintemperatur
27. März 2010 von Peter Schwab | kein Kommentar
Temperatur spielt beim Wein eine große Rolle. Dies beginnt schon bei der Lagerung: Je kühler ein Wein lagert, desto länger bewahrt er seine Qualität, weil dadurch sein Reifeprozess gehemmt wird. Außerdem ist es wichtig, dass der Wein keinen großen Temperaturschwankungen ausgesetzt ist, da gerade anspruchsvolle Weine sehr empfindlich darauf reagieren. Dies gilt es vor allem beim Chambrieren, dem langsamen Erhöhen auf Trinktemperatur, zu berücksichtigen. Eine optimale Lagertemperatur liegt daher ungefähr bei möglichst konstanten 11°C.
Übrigens: Bei der Lagerung sind auch Luftfeuchtigkeit und Dunkelheit wichtige Faktoren. Ist die Luftfeuchtigkeit zu gering, führt das zum Austrocknen des Korkens, was einen Oxidationsprozess zur Folge hat. Und eine Lagerung bei zu viel Sonnenlicht führt zum Zerfall des Weines. Er sollte also auch möglichst abgedunkelt bei einer Luftfeuchtigkeit von mindestens 70% gelagert werden.
Doch zurück zur Temperatur: Ihr kommt nämlich auch beim Genuss des Rebensaftes große Bedeutung zu. Die Faustregel: Besser zu kühl als zu warm. Denn ein warmer Wein ist alkoholisch und verströmt störende Düfte. Auch bei Sekt sind niedrige Temperaturen von Vorteil, weil dadurch das Entweichen der Kohlensäure verlangsamt wird.
Einen kräftigen und gereiften Rotwein genießt man am besten leicht unter Zimmertemperatur bei ungefähr 18°C, ein leichter und fruchtiger hingegen wird besser vier bis fünf Grad kühler getrunken. Gleiches gilt für körperreiche Weißweine. Die optimale Trinktemperatur bei leichten Weißweinen liegt bei ca. 8°C. Doch auch hier gilt: Selbst Ausprobieren bringt oftmals die besten Erkenntnisse!
Im Allgemeinen sollte man den Wein immer ein bis zwei Grad kühler servieren, als er getrunken wird, da er sich schon beim Einschenken ins Glas erwärmt. Um die gewünschte Temperatur des Weines zu ermitteln, ist die Verwendung eines Weinthermometers empfehlenswert, die in verschiedenen Ausführungen erhältlich sind.
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