Sherry – ein Aperitifwein
11. Juli 2010 von Daniel Horn | kein Kommentar
Sherry ist ein alkoholreicher Wein (ca. 16-20 Vol. %) aus Spanien, der vorzugsweise als Aperitif getrunken wird. Er zeichnet sich durch den herben, leicht bitteren Geschmack aus und verfügt über einen Duft nach Nüssen. Diesen erhält er durch die längere Lagerung bei hohen Temperaturen in einem zu 3/4 gefüllten Fass. Die speziell dafür verwendete Sherryhefe bedeckt die Weinoberfläche wie ein weißes Tuch.
Grundlage für Sherry sind die Rebsorten Palomino und Pedro Ximénez, beides weiße Trauben. Die Böden, auf denen diese Rebsorten reifen sind mittel bis stark kalkhaltig. Hergestellt werden die feinsten Sherrys nach dem sogenannten Solerasystem. Fassreihen liegen dabei in bis zu fünf Lagen übereinander, der ausgereifte Wein zur Flaschenabfüllung wird der untersten Reihe entnommen, aber nur ca. ein drittel des Fassinhaltes. Die unteren Fässer werden dann durch die jeweils darüberliegende Reihe wieder aufgefüllt, der jüngste Wein befindet sich in der oberen Fassreihe. Demnach sind Sherries Verschnitte, es gibt keine Jahresbezeichnung.
Zu den bekanntesten Sherry-Arten zählen:
- Fino
Ein trockener Sherry von heller, fahlgoldener Farbe und feinem Geschmack - Manzanilla
Ein weicher und geschmeidiger Fino - Amontillado
Ein älterer und kerniger Fino mit Haselnussaroma - Oloroso
Ein wuchtig schwerer Sherry mit dunkelbrauner Farbe und einem ausgeprägten Nussaroma - Abocado
Ein halbsüßer Oloroso - Cortado
Ist anzusiedeln zwischen Amontillado und Oloroso
Cream Sherry oder Old Brown Sherry sind süße Sherrys, die eher für den Export bestimmt sind.