Stürmische Gärung
15. August 2010 von Daniel Horn | kein Kommentar
Als stürmische Gärung wird die Zeit bezeichnet, in der die Hefen am aktivsten sind und die Gärung sich in vollem Gange befindet. Der Most kann sich dabei erhitzen und richtig schäumen. Bei der Umwandlung von Zucker zu Alkohol durch die Hefe entsteht Kohlenstoffdioxid. Dieses geruchslose Gas ist schwerer als normale Luft und setzt sich deshalb in Bodennähe ab. In schlecht belüfteten Kellern kann dies während der stürmischen Gärung dazu führen, dass man durch die hohe Konzentration an Kohlenstoffdioxid erstickt. Ein alter Trick, um dies rechtzeitig zu erkennen war daher den Gärkeller mit einer brennenden Kerze zu betreten. Erlischt diese, so ist auch für deren Träger zu wenig Sauerstoff im Raum.
Die Dauer dieser stürmischen oder auch Hauptgärung dauert in der Regel eine Woche. Die darauffolgende Nachgärung dauert noch weitere Wochen. Durch die Umwandlung des Zuckers in Alkohol, welches für den Hefepilz selbst ein Gift ist, stirbt dieser bei der Erreichung des kritischen Alkoholgehaltes ab und sinkt auf den Fassboden ab.














