Chemie des Weines – Säure/ Säuregehalt

Der Säuregehalt spielt bei der Herstellung des Weins (der Vergärung von Zucker zu Alkohol) sowie im weiteren Verlauf für den Geschmack des Weins eine entscheidende Rolle. Man kann sogar sagen, dass der Säuregehalt den größten Einfluss auf die geschmackliche Bewertung durch das Zusammenspiel von Zucker und Alkohol hat. Die Säure verleiht dem Wein Struktur sowie einen frischen, meist fruchtigen Charakter. Dieser Eindruck wird häufig durch ein leichtes Prickeln auf der Zunge verstärkt. Weine mit zu wenig Säure werden meist als flach wahrgenommen. Weine mit zu viel Säure verursachen vor allem bei Menschen mit empfindlichen Mägen ein unwohles Gefühl.

Beim Weißwein spielt die Säure neben zugesetzten Sulfiden eine entscheidende Rolle bei der Stabilisierung des Weins, da im sauren Milieu der Säuren fast keine Bakterien überleben können. Beim Rotwein hilft die Säure zudem bei der Langzeitstabilisierung der roten Farbe und ist ein bestimmendes Element der roten Farbgebung.

Der für Weißweine typische Säuregehalt liegt in der Regel zwischen 4 – 9g/l Säure, beim Rotweine zwischen 4-6 g/l.

Auszug aus dem kleinen Weinausweis vom Weinhof Edgar Hermes – Hermeswein.de.

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