Anbaugebiete
Das Flaschenetikett informiert als eine Art amtlicher Weinpaß über Herkunft und Lage deutscher Weine. Klima, Boden und Rebsorte gelten als “Mutter des Weines” und bestimmen die Qualität und Eigenart.
- Ahr
- Sachsen
- Baden
- Württemberg
- Rheinhessen
- Saale – Unstrut
- Hessische Bergstaße
- Franken
- Mittelrhein
- Mosel – Saar
- Nahe
- Pfalz
- Rheingau
Ahr
Gebiet:
Beidseitig entlang dem Flüßchen Ahr. Ab Mariental auf einer Länge von 25 km, bis zur Mündung in den Rhein in der Nähe von Linz.
Historisches:
An der Ahr wird seit dem 3. Jahrhundert n.Chr. Wein angebaut. Zunächst haben die Römer den Anbau begründet. Belegt wurde dies durch die Ausgrabung eines Weingartens in 4m Tiefe. Urkundlich belegt wurde der Weinbau erstmals im Jahr 770. seit dem 17. Jahrhundert ist die Ahr als Rotweingebiet
Boden:
Das Gebiet liegt im rheinischen Schiefergebirge. Als Grundgestein findet sich häufig Ton, Devon und Quarzitschiefer. Teilweise, insbesondere im unteren Ahrtal mit Löß oder Lößlehmauflage. Durch diesen besonderen Bodenaufbau kommt es zu einem „Wärmeflaschen“-Effekt. Der Boden speichert die Sonneneinstrahlung tagsüber und gibt die Wärme nachts wieder ab.
Klima:
Durch den steilen Taleinschnitt ist das Ahrtal vor kalten Winden geschützt. Trotz der nördliche Lage der Gebietes können an den steilen Südhängen vollmundige Rotweine gedeihen. Der Fluß reflektiert teilweise die Sonnenstrahlung an die Weinberge. Es besteht jedoch die Gefahr von Spät- und Frühfrösten.
Sortenspektrum:
Die Ahr ist das geschlossenste Rotweinanbaugebiet Deutschlands. Es werden insgesamt auf 164 Hektar folgende Rebsorten angebaut
| Blauem Spätburgunder | 34% |
| Blauer Portugieser | 26% |
| Blauer Frühburgunder | 1% |
| Müller-Thurgau | 18% |
| Riesling | 16% |
| Sonstige Rot | 4% |
| Sonstige Weiß | 1% |
Weincharakter:
Die temperamentvollen, samtroten Spätburgunder haben den guten Ruf der Ahr als Rotweinanbaugebiet begründet. Die Portugieser ergeben milde Tisch- und Zechweine. Reizvoll sind auch die fruchtigen Rieslinge.
Bereiche:
Das kleine Anbaugebiet Ahr besitzt nur einen Bereich:
- Walporzheim/Ahr
An der unteren Ahr verbindet die „Grüne Straße“ 9 bekannte Weinorte: Altenahr, Mayschoß, Dernau, Marienthal, Walporzheim, Bad Neuenahr-Ahrweiler, Heimersheim und Sinzig .
Empfehlungen:
Diese Empfehlungen bezeichnen eine Auswahl renommierter Weinerzeuger aus dem jeweiligen Anbaugebiet. Falls Sie eigene Vorschläge oder „Geheimtips“ haben, werden wir diese gerne (nach einer kleinen sensorischen Prüfung) in unsere Liste aufnehmen. Schicken Sie uns eine Nachricht.
- Staatliche Weinbaudomäne, Klosterstraße, 53507 Marienthal, Tel: (02641) 4083
- Weingut Kreuzberg, Benedikt-Schmittmann Straße 30, 53507 Dernau, Tel: (02643) 1691
- Weingut Meyer-Näkel, Hardtbergstraße 20, 53507 Dernau, Tel: (02643) 1628
- Weingut Sonnenberg – Görres & Linden, Heerstraße 98, 53474 Ahrweiler, Tel: (02641) 6713
- Winzergenossenschaft Walporzheim, Walporzheimer Straße 173, 53474 Walporzheim, Tel: (02641) 34763
Sachsen
Gebiet:
Entlang der Elbe von Pillnitz flußabwärts der Elbe entlang. Zentren sind Radebeul und Meißen. 1992 wurde die Sächsische Weinstraße eröffnet, die das Gebiet Touristisch erschließt.
Historisches:
Sehr ähnlich dem Saale-Unstrut Gebiet. Im 16. Jh. etwa 10000 Hektar Rebfläche, heute noch 350 Hektar. In Radebeul blieb ein Staatliches Weingut erhalten, in dem auch heute noch Forschung betrieben wird.
Boden:
In der Flußebene kalkarme Sande und Lehme. In den Steillagen Granit-, Porphyr- und Syenitverwitterungsgesteine.
Klima:
Ausgeprägt kontinentales Klima, das nur in unmittelbarer Flußnähe durch ausgleichende Wasserflächen abgemildert wird. Dadurch im Spätsommer optimale Entwicklungsbedingungen, im Frühjahr und Winter jedoch strake Frostgefahr.
Sortenspektrum:
| Müller-Thurgau | 27% |
| Weißburgunder | 15% |
| Riesling | 13% |
| Gewürztraminer | 9% |
| Grauburgunder (Ruländer) | 8% |
| Gutedel | 4% |
| Morio- Muskat | 3% |
| Kerner | 3% |
| Goldriesling | 2% |
| Sonstige | 16% |
Weincharakter:
Würzig-fruchtige Weißweine die auch in den alten Bundesländern zunehmend ihre Liebhaber finden.
Bereiche:
Das Gebiet Sachsen zerfällt in die Bereiche:
- Meißen
- Dresden
- Elstertal
Empfehlungen:
Diese Empfehlungen bezeichnen eine Auswahl renommierter Weinerzeuger aus dem jeweiligen Anbaugebiet. Falls Sie eigene Vorschläge oder „Geheimtips“ haben, werden wir diese gerne (nach einer kleinen sensorischen Prüfung) in unsere Liste aufnehmen. Schicken Sie uns eine Nachricht.
- Schloß Wackebarth, Sächsisches Staatsweingut, 01439 Radebeul Tel (0351) 722728 Fax (0351)
- Sächsische Winzergenossenschaft Meißen e.G., Bennoweg 9, 01654 Meißen, Tel (03521) 733293 Fax (03521)
- Weingut Jan Ulrichs, Meißner Straße 4, 01612 Diesbar-Seußlitz Tel (01612) 5100 Fax (01612)
- Weingut Prinz zur Lippe,Wilsdruffer Straße 12, 01665 Proschwitz Tel (01665) 453241 Fax (01665)
Baden
Gebiet:
Südlichstes deutsches Weinanbaugebiet, erstreckt sich über 400 Km vom Bodensee östlich des Rheins entlang nach Norden bis Heidelberg und zum Badischen Frankenland an der Tauber im Nordosten. Baden gehört als einziges deutsches Weinanbaugebiet zur Weinbauzone „B“ der EG. Damit sind die Anforderungen für Badische Weine höher als im Rest der Gebiete (Zone „A“).
Historisches:
Nach der Eiszeit waren es als erstes die Auenwälder am Oberrhein im Badischen, die wieder von der Wildrebe besiedelt wurden. Bereits im 2. Jh. n. Chr. Breitete sich der Weinbau vom Bodensee her nach Norden aus, um im 16. Jahrhundert seinen Höhepunkt zu erreichen. Wein vom Oberrhein wurde gepriesen als: „… von heller Farbe, kräftig von Geschmack, sehr gesund und von solcher Natur, daß man zweimal soviel als von anderen Weinen trinken kann, ohne Kopf oder Magen zu schaden.“ Demzufolge lag der Verbrauch pro Kopf wohl bei ca. 140 Litern pro Jahr. Badische Weine waren (und sind) sehr begehrt, und wurden schon früh zu Schiff rheinabwärts nach Köln, in die Niederlande, und nach England exportiert. In Baden wurde der Genossenschaftsgedanke schon sehr früh realisiert. In Breisach steht deshalb auch die größte Winzergenossenschaft Europas, der „Badische Winzerkeller“ mit 160 Millionen Litern Lagerkapazität.
Boden:
Im Bereich des Bodensees, vorwiegend Moränenschotter, im Markgräflerland, Breisgau, Ortenau, Tuniberg, und Kraichgau tiefgründige Lößlehmböden. Im Zentrum der Kaiserstuhlgebietes finden wir auch Basaltische Tuffe vulkanischen Ursprungs. Das Taubertal weist vorwiegend Muschelkalkgestein auf.
Klima:
Bedingt durch die große geographische Ausdehnung sehr vielfältig. Am Bodensee, und im Rheingraben gemäßigt-warmes Klima mit schwächeren Temperaturschwankungen, da das Wasser viel Wärme speichert, und so Extremtemperaturen ausgleicht. Im Norden und insbesondere im Taubertal nimmt die Gefährdung durch Spät-und Frühfröste stark zu.
Sortenspektrum:
Auf rund 15000 Hektar werden in Baden folgende Rebsorten angebaut:
| Müller-Thurgau |
37% |
| Grauer Burgunder (Ruländer) | 12% |
| Gutedel | 9% |
| Riesling | 7% |
| Silvaner | 4% |
| Weißer Burgunder | 3% |
| Gewürztraminer (Traminer) | 2% |
| Sonstige Weiß | 4% |
| Blauer Spätburgunder | 20% |
| Sonstige Rot | 2% |
Weincharakter:
Aufgrund der großen Ausdehnung gibt es in Baden keinen einheitlichen Gebietstyp. Die Weißweine vom Bodensee und aus Südbaden sind meist leicht und feinfruchtig. Die Spätburgunder vom Kaiserstuhl sind gehaltvolle, feurige Vertreter Ihrer Art. Die Müller-Thurgau Weine aus dem Badischen Frankenland sind würzig und aromatisch.
Bereiche:
Baden gliedert sich in 7 Bereiche:
- Bodensee. Kleinster badischer Bereich mit 350 Hektar Rebfläche. Klima durch die große Wasserfläche sehr ausgeglichen. Es werden insbesondere Müller-Thurgau und Spätburgunder angebaut, letzterer wird vorwiegend zu Weißherbst verarbeitet. Durch die hohe Nachfrage sind Seeweine relativ teuer.
- Markgräflerland. Vom Rheinknie bei Basel bis Freiburg. Hier finden sich vorwiegend Kalksandböden, und Kalkmergelböden. Es wird hauptsächlich Gutedel angebaut, der leichte feinduftende Weine liefert.
- Kaiserstuhl-Tuniberg. Größter Bereich Badens mit ca. 5000 Hektar. Im Westteil findet sich viel Lavagestein, aus dem Vulkan, der im Erdzeitalter Tertiär in der Oberrheinebene ausbrach. Im Windschatten des Vulkankegels hat sich im laufe der Jahrmillionen eine dicke Schicht fruchtbarer Erde angesammelt die mit dem Wind transportiert wurde, sogenannter Löß. Hier wurden in den 70er Jahren große Terrassen angelegt um den Weinbau zu erleichtern. Berühmt sind die feurigen Spätburgunder und Ruländerweine die hier wachsen.
- Breisgau. Zwischen Dreisam- und Kinzigtal, im Süden bis nach Freiburg. Etwa 1900 Hektar Anbaufläche. Auch hier gibt es Lößböden, aber auch Jura-Buntsandstein und Gneis. Es werden überwiegend Ruländer und Blauer Spätburgunder angebaut. Typische Spezialität: „Badisch Rotgold“ Eine Traubenmischung aus Ruländer und mit mindestens 51% und Blauem Spätburgunder. Geht auf die alte Badische Weinart „Glottertäler“ zurück.
- Ortenau. Liegt am Anstieg des Schwarzwaldes zwischen Offenburg und Baden-Baden. Die Böden sind karg und bilden sich aus Granit oder Gneisgestein. Steile Lagen die viele Sonnenstrahlen einfangen. Hier gedeiht der Riesling zu frischen spritzigen Weinen. Im lokalen Dialekt wird er „Klingelberger“ genannt. Außerdem Ruländer und Traminer, letzterer wird hier „Clevner“ genannt, nicht zu verwechseln mit dem Clevner aus Heilbronn in Württemberg, dieser bezeichnet eine Mutation des Frühburgunders.In den vier Weinorten Neuweier, Umweg, Varnhalt und Steinbach darf der Wein auch in Bocksbeutelflaschen abgefüllt werden.
- Badische Bergstraße-Kraichgau. Nördlichster Abschnitt Badens am Rhein entlang. Gliedert sich in:
- Pfinz-Enzgau, zwischen Durlach und Pforzheim. Auf Lößlehm und Keuperböden gedeihen hier Ruländer, Weißer Burgunder und Auxerrois besonders gut.
- Kraichgau, zwischen Odenwald und Schwarzwald gelegenes flaches Hügelland. Es wird insbesondere Müller-Thurgau auf rotem Mergel angebaut.
- Badische Weinstraße um Heidelberg, Wiesloch und Weinheim. Auf Gehängeschutt-, Lößlehm- und Keuperböden gedeihen die Ruländer hier leichter und mit feinerem Bukett als am Kaiserstuhl.
- Badisches Frankenland. Entlang der Tauber von Beckstein bis nach Wertheim. Steile Muschelkalk und Buntsandsteinhänge. Eine Besonderheit sind die „Steinriegel“, um den Erdeanteil zu erhöhen wurden in früheren Jahrhunderten die Steine von den Weinbergen abgelesen, und zu langgezogenen Geröllhalden aufgeschüttet. Es wird hauptsächlich Müller-Thurgau angebaut, der in dem kontinental-angehauchten Klima duftige ausdrucksvolle Weine hervorbringt.
Empfehlungen:
Diese Empfehlungen bezeichnen eine Auswahl renommierter Weinerzeuger aus dem jeweiligen Anbaugebiet. Falls Sie eigene Vorschläge oder „Geheimtips“ haben, werden wir diese gerne (nach einer kleinen sensorischen Prüfung) in unsere Liste aufnehmen. Schicken Sie uns eine Nachricht.
- Weingut Bercher, Mittelstadt 13, 79235 Burkheim, Tel (07662) 212 Fax (07662) 8279
- Weingut Dr. Heger, Bachenstraße 19, 79241 Ihringen, Tel (07668) 205 Fax (07668) 9300
- Weingut Salwey, Hauptstraße 2, 79235 Oberrotweil, Tel (07662) 384 Fax (07662) 6340
- Weingut Graf Wolff-Metternich, Grohl 4, 77770 Durbach, Tel (0781) 42779 Fax (0781) 42553
- Winzergenossenschaft Königsschaffhausen, Kiechlinsberger Straße 2, 79346 Königsschaffhausen Tel (07642) 1003 Fax (07642) 2535
- Staatsweingut Meersburg, Seminarstraße 6, 88079 Meersburg, Tel (07532) 356 Fax (07532) 358
Württemberg
Gebiet:
Schwäbisches Musterländle entlang des Neckars und seiner Nebenflüsse Kocher, Jagst, Rems, Murr, Enz, Bottwar, Zaber, Sulm sowie an der Tauber um Markelsheim und Weikersheim. Wein-Hochburgen sind Heilbronn und Stuttgart. Eine eigene kleine Weinwelt innerhalb des Reigens Deutscher Anbaugebiete mit unterschiedlichsten Boden- und Klimaverhältnissen. Es werden etwa zur Hälfte der Fläche Rotweinsorten angebaut, was Württemberg zum größten Rotweinanbaugebiet Deutschlands macht.
Historisches:
Neueste Ausgrabungen deuten darauf hin, daß schon 3500 v. Chr. im Raum Württemberg von den Kelten Trauben gekeltert wurden. Sicher ist, daß zur Zeit des römischen Limes eine hochstehende Weinkultur geherrscht hat. Urkundlich ist der Weinbau in Württemberg seit dem 8. Jh.
Im 16. Jh. war der Weinbau mit ca. 45000 Hektar am weitesten verbreitet. Durch den 30-jährigen Krieg sowie durch Einführung von Rebkrankheiten aus Amerika wurde der Weinbau in Württemberg stark reduziert. Gegen Mitte des 18. Jh. wurden die ersten Weingärtnergenossenschaften gegründet. Dadurch bedingt haben Genossenschaften auch heute noch einen sehr hohen Anteil an der ausgebauten Weinmenge.
Boden:
Keuper und Mergel, Muschelkalk, Jura und Löß. Die jeweilige Bodenart hat einen ausgeprägtem Einfluß auf den Geschmack des Weines – sogenanntes „Bodeng’fährtle“ . Württembergische Weine sind bedingt durch schwerere, kalkhaltige Böden meist würziger und, weil’s so naheliegt möchte man’s fast nicht benutzen: „erdiger“ als Weine aus anderen Anbaugebieten.
Klima:
Sehr günstiges mildes Klima mit genügend Niederschlägen. Insbesondere im Neckartal mit „Kesseltälern“ wie Heilbronn oder Stuttgart sehr warme Sommertemperaturen. Mittlere Spätfrostgefahr, aber es werden relativ empfindliche Rebsorten wie der Trollinger angebaut, dadurch starke Beeinträchtigung des Ertrages bei Spätfrost. Dem wurde schon früh versucht entgegenzuwirken. Zunächst wurden in den Weinbergen in regelmäßigen Abständen Ölöfen aufgestellt, die einen Frostschaden auch wirkungsvoll verhindern – aber aus Umweltschutzgründen nicht mehr betrieben werden dürfen. Des weiteren wurde durch Beregnung, Gasheizung, Bewindungsanlagen etc. versucht den Frost zu stoppen – mit unterschiedlichem Erfolg. Derartige Anlagen finden sich nur noch in den wertvollsten Lagen.
Sortenspektrum:
In Württemberg gedeihen auf 11000 Hektar folgende Rebsorten:
| Trollinger | 23% |
| Schwarzriesling | 15% |
| Lemberger | 7% |
| Blauer Portugieser | 2% |
| Blauem Spätburgunder | 3% |
| Sonstige Rot | 4% |
| Riesling | 25% |
| Müller-Thurgau | 8% |
| Kerner | 8% |
| Silvaner | 3% |
| Sonstige Weiß | 2% |
Weincharakter:
Die Württembergische Weinwelt ist insbesondere durch einige Rotweinspezialitäten geprägt. Insbesondere durch den Trollinger der fruchtige, saftige, hellrote Weine hervorbringt die sowohl zum Vesper als auch zu allen Arten Italienischer Pasta hervorragend munden. Der Schwarzriesling ist mild und würzig. Dazu kommt noch der kräftige, purpurrote Lemberger und die diversen eleganten Spielarten des Spätburgunders wie Clevner und Samtrot, die vor allem im Heilbronner Raum Verbreitung finden. Da Württemberg das sortenreichste Anbaugebiet Deutschlands ist finden sich jede Menge lokaler Spezialitäten. Darüber hinaus gibt es natürlich auch Weißweine mit Top-Niveau, so z.B. der Riesling der hierzulande kräftig und stahlig gerät. Würzige Kerner und Müller-Thurgau runden das Bild ab.
Bereiche:
Württemberg gliedert sich in die Bereiche:
- Oberes Neckartal, um Reutlingen, Metzingen und Neuffen gedeihen auf Juragestein vorwiegend milde Silvanerweine.
- Remstal-Stuttgart, auf steilen Muschelkalkhängen um Stetten, Beutelsbach und Schnaidt gedeihen Trollinger , Silvaner und Riesling. Um Stuttgart auch Keuperböden mit herzhaften Trollingerweinen.
- Württembergisches Unterland, Neckarabwärts ab Ludwigsburg über Heilbronn bis Gundelsheim. Zentrum des Trollingeranbaus ist Heilbronn. In Lauffen wird großflächig Schwarzriesling angebaut. Das Enztal um Vaihingen und Bietigheim bietet neben Traollinger und Lemberger auch herzhafte Rieslingweine. Das Bottwartal ab Abstatt über Kleinbottwar bis Murr erfreut sich besonderer klimatischer Gunst, so das hier exzellente Qualitäten heranwachsen. Das Weinsberger Tal zwischen Löwenstein und Neckarsulm ist auch durch die in Weinsberg ansässige Weinbauschule bekannt. Das Zabergäu zwischen Stromberg und Heuchelberg ist Zentrum des Lemberger-Anbaus.
- Kocher-Jagst-Tauber. In diesen tief in den Muschelkalk eingeschnittenen Flußtälern geraten auf den steilen Terrassenweinbergen Silvaner und Müller-Thurgau von zarter Frische. Weinberge gibt es insbesondere um Ingelfingen, Criesbach, Niedernhall, Markelsheim und Weikersheim.
Empfehlungen:
Diese Empfehlungen bezeichnen eine Auswahl renommierter Weinerzeuger aus dem jeweiligen Anbaugebiet. Falls Sie eigene Vorschläge oder „Geheimtips“ haben, werden wir diese gerne (nach einer kleinen sensorischen Prüfung) in unsere Liste aufnehmen. Schicken Sie uns eine Nachricht.
- Weingut Graf Adelmann, Burg Schaubeck,71711 Steinheim, Tel (07148) 6665 Fax (07148) 8036
- Genossenschaftskellerei Heilbronn-Erlenbach-Weinsberg, Binswanger Straße, 74076 Heilbronn, Tel (07131) 15790 Fax (07131) 157939
- Weingärtnergenossenschaft Grantschen, Winzerstraße 9, 74189 Weinsberg, Tel (07134) 98020 Fax (07134) 980222
- Staatsweingut Weinsberg, Taubenplatz 5, 74189 Weinsberg, Tel (07134) 50467 Fax (07134) 50468
- Weingut Drautz-Able, Faißtstraße 23, 74076 Heilbronn, Tel (07131) 177908 Fax (07131) 941239
- Weingut Gerhard Aldinger, Schmerstraße 25, 70734 Fellbach Württ., Tel (0711) 581417 Fax (0711) 581488
- Gräflich Bentzel Sturmfeder Horneck’sches Weingut, Sturmfederstraße 4, 74360 Ilsfeld-Schozach, Tel (07133) 960894 Fax (07133) 960895
Rheinhessen
Gebiet:
Das flächenmäßig größte Anbaugebiet in Deutschland. Im „Rheinknie“ zwischen Mainz, Bingen, Alzey und Worms gelegen. Wird von den Flüßchen Selz und Primm durchzogen. Sanft hügelige Landschaft. Hier wird großflächig Wein auch für die Sektindustrie erzeugt. Bekanntester Exportschlager ist wohl die „Liebfraumilch“
Historisches:
Erster Weinberg in Mainz um 20 v. Chr. Schon im 8. Jahrhundert florierte Weinbau und Weinhandel in Rheinhessen. Der Anbau des Rieslings ist im Jahr 1511 in Pfeddersheim urkundlich belegt. Galt im Mittelalter als „Kelter Europas“
Boden:
Löß ist insgesamt am verbreitetsten, vor allem im Wonnegau, und im Alzeyer Raum. Ansonsten schwere kalkreiche Mergelböden mit hohem Tonanteil. An der Rheinfront sandige, kiesige Böden und Rotliegendes. Richtung Westen Porphyr-Urgesteinsverwitterung. Im Grenzbereich zur Nahe steht Quarzitschiefer an.
Klima:
Milde, durchschnittliche Temperaturen. Taunus und Odenwald bieten Schutz vor kalten Winden. Wenig Niederschlag. Trotzdem mit zunehmender Rheinferne relativ kalte Winter, da eine Temperaturausgleichende Wasserfläche fehlt.
Sortenspektrum:
| Müller-Thurgau | 25% |
| Silvaner | 14% |
| Riesling | 5% |
| Scheurebe | 10% |
| Bacchus | 8% |
| Kerner | 7% |
| Faber | 7% |
| Blauer Portugieser | 4% |
| Blauer Spätburgunder | 1% |
| Sonstige | 19% |
Weincharakter:
Milde, fruchtige Weine die schon seit Karl dem Großen Anerkennung finden. Große Teile der angebauten Weine werden für die Sektherstellung verwendet.
Bereiche:
Rheinhessen zerfällt in drei Bereiche:
- Wonnegau, Südlicher Teil. Dicht geschlossene Weinlandschaft um Bechtheim, Osthofen, Flörsheim-Dalsheim, Monsheim, Alzey und Weinheim
- Nierstein, Östlicher Teil. Entlang des Rheins zwischen Bodenheim und Mettenheim.
- Bingen, Westlicher Teil. Zwischen Bingen und Heidenheim entlang des Rheins, im Süden bis nach Lonsheim reichend.
Empfehlungen:
Diese Empfehlungen bezeichnen eine Auswahl renommierter Weinerzeuger aus dem jeweiligen Anbaugebiet. Falls Sie eigene Vorschläge oder „Geheimtips“ haben, werden wir diese gerne (nach einer kleinen sensorischen Prüfung) in unsere Liste aufnehmen. Schicken Sie uns eine Nachricht.
- Weingut Brüder Dr. Becker, Mainzer Straße 3, 55278 Ludwigshöhe, Tel (06249) 8430 Fax (06249) 7639
- Weingut Gunderloch, Carl-Gunderloch-Platz 1, 55299 Nackenheim, Tel (06135) 2341 Fax (06135) 2431
- Weingut Freiherr Heyl zu Herrnsheim, Langgasse 3, 55283 Nierstein, Tel (06135) 5120 Fax (06135) 58921
- Weingut Sankt Antony, Wörrstadter Straße 22, 55283 Nierstein, Tel (06133) 5482 Fax (06133) 59139
- Weingut Schales, Alzeyer Straße 160, 67592 Flörsheim-Dalsheim, Tel (06243) 7003 Fax (06243) 5230
Saale-Unstrut
Gebiet:
Nordöstlich von den Thüringischen Mittelgebirgen. In den Tälern von Saale und Unstrut, um Freyburg und Naumburg. Im Westen ist der Harz vorgelagert.
Historisches:
Im 16. Jahrhundert war auch im Osten Deutschlands der Weinbau stark verbreitet. Der 30-jährige Krieg, und Klimaänderungen reduzierten die Anbaufläche deutlich. Verstaatlichung und Mißwirtschaft während der Jahre der DDR ruinierten oder enteigneten viele Winzer. Lediglich ein paar Staatsbetriebe blieben erhalten. Der Wein kam jedoch nicht in den freien Verkauf, sondern wurde vom Staatsapparat zu Repräsentationszwecken verbraucht. Seit der Wiedervereinigung Deutschlands hat sich die Qualität der Weine deutlich verbessert und auch die Rebfläche dehnt sich wieder aus.
Boden:
Triasgesteine: Keuper, Buntsandstein, Muschelkalk. Skelettreiche Böden die sich leicht erwärmen.
Klima:
Eher Kontinentales, mäßig warmes Klima. Die Reben gedeihen vorwiegend auf Terrassen, die durch die wärmespeichernden Steinmauern für ein optimales Klima sorgen. Die Gefahr von Spät- und Winterfrösten ist hoch.
Sortenspektrum:
Im Saale-Unstrut Gebiet wachsen auf ca. 450 Hektar folgende Rebsorten:
| Müller-Thurgau | 35% |
| Silvaner | 17% |
| Weißburgunder | 8% |
| Riesling | 7% |
| Bacchus | 6% |
| Gewürztraminer | 3% |
| Morio- Muskat | 4% |
| Gutedel | 2% |
| Scheurebe | 1% |
| Sonstige Weiß | 8% |
| Blauer Portugieser | 4% |
| Dornfelder | 3% |
| Blauem Spätburgunder | 2% |
Weincharakter:
Überwiegend trockene Weine mit feiner Fruchtsäure. Allerdings relativ hohes Preisniveau durch die geringe Verfügbarkeit. Qualität steigt seit Anfang der 90-er Jahre stark an
Bereiche:
Das Gebiet Saale-Unstrut zerfällt in zwei Bereiche:
- Thüingen
- Schloß Neuenburg
Empfehlungen:
Diese Empfehlungen bezeichnen eine Auswahl renommierter Weinerzeuger aus dem jeweiligen Anbaugebiet. Falls Sie eigene Vorschläge oder „Geheimtips“ haben, werden wir diese gerne (nach einer kleinen sensorischen Prüfung) in unsere Liste aufnehmen. Schicken Sie uns eine Nachricht.
- Landesweingut Kloster Pforta, Saalhäuser Straße, 06628 Bad Kösen, Tel (034463) 3000 Fax (034463) 30025
- Weingut Birgit Thürkind,Neue Dorfstraße 9, 06632 Gröst Tel (06632) 22878 Fax (06632)
- Weingut Uwe Lützkendorf, Saalberge 31, 06628 Bad Kösen, Tel (034463) 61000 Fax (034463) 61001
- Winzervereinigung Freyburg eG, Querfurter Str. 10, 06632 Freyburg Tel (034464) 27384 Fax (034464)
Hessische Bergstraße
Gebiet:
Östlich des Rheins zwischen Groß-Umstadt, auf der Höhe von Darmstadt, und Laudenbach. Am steilen Westabhang des Odenwaldes. Kleinstes Anbaugebiet entlang des Rheins.
Historisches:
Die Bergstraße diente unter dem Namen „strata montana“ den Römern als Zufahrtsweg zu ihren befestigten Kastellen am Odenwaldlimes. Die von Osten heranstürmenden Alemannen überrannten diese Grenzlinie im 3. Jahrhundert. Sie behielten jedoch den Weinanbau von den Römern bei, und sie fügten noch etwas wichtige hinzu, nämlich die Fähigkeit aus Eichenholz ausreichend dichte Fässer herzustellen, in denen der Wein nicht vom Geschmack der sonst üblichen Lederschläuche gestört wird. Außerdem sind sie nicht so zerbrechlich wie die Tonamphoren. Das gab der Weinkultur neue Impulse. Unter fränkischer Herrschaft breitete sich der Weinanbau weiter aus. Seit 765 n. Chr. Ist der Weinanbau im berühmten Reichskloster Lorsch urkundlich belegt.
Boden:
Urgesteine wie Granit und Porphyr, sowie Buntsandstein sind die Grundlage für leicht erwärmbare, steinige Böden.
Klima:
Kaiser Joseph II befand über die Bergstraße: „Hier fängt Deutschland an Italien zu werden!“ Der Termin für den Frühlingsanfang deckt sich mit dem der Po-Ebene in Norditalien. Ausreichend Regen, und viel Sonne garantieren beste Voraussetzungen für Spitzenweine.
Sortenspektrum:
| Riesling | 32% |
| Müller-Thurgau | 16% |
| Grüner Silvaner | 24% |
| Grauburgunder / Ruländer | 4% |
| Kerner | 4% |
| Elbling | 6% |
| Ehrenfelser | 3% |
| Scheurebe | 2% |
| Weißburgunder | 1% |
| Blauer Spätburgunder | 3% |
| Blauer Portugieser | 5% |
Weincharakter:
Durch das gute Klima werden hier kräftige, elegante Weine geerntet. Die Weine unterscheiden sich durch unterschiedliche Boden- und Klimabedingungen deutlich von den benachbarten Rheingau- und Rheinhessenweinen.
Bereiche:
- Starkenburg, entlang der Odenwald-Hänge zwischen Heppenheim über Bensheim bis Zwingenberg. Leitsorte ist der Riesling.
- Umstadt, kleine Weininsel, nordöstlich von Starkenburg gelegen. Neben Riesling wird hier auch der Müller-Thurgau verstärkt angebaut.
Empfehlungen:
Diese Empfehlungen bezeichnen eine Auswahl renommierter Weinerzeuger aus dem jeweiligen Anbaugebiet. Falls Sie eigene Vorschläge oder „Geheimtips“ haben, werden wir diese gerne (nach einer kleinen sensorischen Prüfung) in unsere Liste aufnehmen. Schicken Sie uns eine Nachricht.
- Bergsträßer Gebiets- Winzergenossenschaft eG, Obergasse 1, 64625 Bensheim Tel (06251) 73016 Fax (06251)77492
- Weingut Josef Mohr, Jakobsweg 26, 64625 Bensheim Tel (06251) 4829 Fax (06251)
- Weinbau Lydia Schulz,?, 64823 Groß-Umstadt,Tel (06078) 8331 Fax (06078)
- Weinbau – Weinkellerei Tobias Georg Seitz, Weidgasse 8, 64625 Bensheim, Tel (06251) 75825 Fax (06251)
Franken
Gebiet:
Im Bundesland Bayern liegend, entlang des Mains an Mainviereck und Maindreieck, sowie an der Fränkischen Saale und im Steigerwald.
Historisches:
Die ersten Winzer am Main stammten aus dem Karolingerstamm. Im späten Mittelalter war Franken neben Württemberg das größte deutsche Weinland mit ca. 45000 Hektar Rebfläche. Die damaligen derben Rebsorten und sehr säurebetonten Würz- und Kräuterweine hätten heutigen Qualitätsanforderungen sicher nicht standgehalten. Ein Auszug aus der Zutatenliste: Honig, Safran, Zimt, Muskat, Ingwer, Wermut, Süßholz, Fenchel, Majoran, Rosmarin, Krauseminze, Wacholder, Harz, Salbei,usw.
Diese Beigaben wurden erst 1901 durch das erste deutsche Weingesetz verboten.
Im dreißigjährigen Krieg schrumpfte die Anbaufläche auf ein Fünftel zusammen. Dafür hat sich die Qualität der Gewächse durch Beschränkung auf die wärmsten Lagen entscheidend verbessert.
Boden:
In Franken gibt es viele karge steinhaltige Böden aus Muschelkalk, Gneis, Granit oder Glimmerschiefer. Daneben finden sich aber auch Sande, Lößböden und Keuper. Die leicht erwärmbaren, steinreichen Böden geben dem Wein häufig ein unverwechselbares „Bodengfährtle“ sprich eine vom Boden beeinflußte Geschmackskomponente mit.
Klima:
Von Westen nach Osten zunehmend kontinentaleres Klima, mit strengen Wintern, wenig Niederschlag und heißen Sommern. Die Gefahr von Spätfrösten ist sehr hoch.
Sortenspektrum:
Auf ca. 5800 Hektar gedeihen in Franken die folgenden Rebsorten:
| Müller-Thurgau | 49% |
| Silvaner | 23% |
| Bacchus | 9% |
| Riesling | 3% |
| Scheurebe | 3% |
| Kerner | 2% |
| Sonstige Weiß | 9% |
| Sonstige Rot | 2% |
Weincharakter:
Dem Frankenwein wird nachgesagt, er sein ein „Herrenwein“ analog zur Herrenschokolade deutet dies schon auf ein eher herbes Geschmacksbild hin. Tatsächlich werden in Franken die meisten trockene Weine abgefüllt. Weiterhin sind an dieser Tatsache das eher rauhe Klima und die Bodenstruktur maßgeblich beteiligt . Die Stärke der fränkischen Weine liegt in ihrer Kraft und Würze. Ursprünglich und markant, so wie die Bewohner dieses Fleckens Erde präsentieren sie sich. Eine besondere Käufergruppe ist den fränkischen Winzern indes sicher: Diabetiker können am fränkischen Wein erfahren, das „Fränkisch Trocken“ d.h. unter 4 g/l Zucker, nicht gleichbedeutend mit „Sauer“ sein muß.
Eine Extravaganz der Frankenweine ist ihre Flasche, der „Bocksbeutel“ Der Legende zufolge soll ein Mönch diese Flaschenform erfunden haben, um die Flasche besser in seiner Feldtasche transportieren zu können.
Bereiche:
Es sind drei Bereiche definiert:
- Mainviereck, von Wertheim bis unterhalb Aschaffenburg. In dieser Buntsandstein-Landschaft gedeihen auch kräftige Rotweine aus Blauem Spätburgunder und Blauer Portugieser.
- Maindreieck, von Schweinfurt bis Homburg. Aus den Muschelkalkhängen dieser Gegend stammen berühmte Silvaner und Rieslinge. Zentren des Weinbaus sind Würzburg, Escherndorf, Sommerach, Randersacker und Volkach.
- Steigerwald, von Zeil am Obermain bis zum Aischgrund Mittelfrankens. Dominiert Keuperböden aus Mergel und Gips wachsen hier schöne Riesling und Silvaner Weine, sowie edle Tropfen aus Müller-Thurgau und Scheurebe. Bekannte Weinorte sind Iphofen, Rödelsee und Castell am Schwanberg.
Empfehlungen:
Diese Empfehlungen bezeichnen eine Auswahl renommierter Weinerzeuger aus dem jeweiligen Anbaugebiet. Falls Sie eigene Vorschläge oder „Geheimtips“ haben, werden wir diese gerne (nach einer kleinen sensorischen Prüfung) in unsere Liste aufnehmen. Schicken Sie uns eine Nachricht.
- Weingut Juliusspital, Klinikstraße 5, 97070 Würzburg, Tel (0931) 3930 Fax (0931) 3931414
- Weingut Rudolf Fürst, Hohenlindenweg 46, 63927 Bürgstadt, Tel (09371) 8642 Fax (09371) 69230
- Weingut Schloß Sommerhausen, Ochsenfurter Straße 17, 97286 Sommerhausen, Tel (09333) 260 Fax (09333) 1488
- Weingut Schmitt’s Kinder, Am Sonnenstuhl, 97236 Randersacker, Tel (0931) 708303 Fax (0931)700531
Mittelrhein
Gebiet:
Beidseitig entlang des Rheins zwischen Bingerbrück und Königswinter (südl. von Bonn). Im engen Rheintal, dessen steile Hänge mit vielen schmalen Weinbergsterrassen bedeckt sind. Berggipfel sind häufig von Burgen und Ruinen gekrönt.
Historisches:
Auch hier wurde der Weinbau von den Römern eingeführt. Der Name des Weinortes Baccharach stammt vom römischen „Baccara“ = „Altar des Bacchus“ ab. Baccharach ist zentraler Weinumschlagplatz und Touristenattraktion Nr. 1. Mittelrhein ist der Inbegriff der deutschen Weinromantik: Trutzige Burgen, im Tal der Rhein und im Becher der Wein.
Boden:
Mittelrhein liegt im rheinischen Schiefergebirge. Vorherrschendes Gestein ist daher der Tonschiefer. Vereinzelt sind auch Lößböden, Grauwacke und Trachytböden vulkanischen Ursprungs zu finden. 60% aller Weinberge sind Steillagen.
Klima:
Der Rhein fließt in nord-nordwestlicher Richtung, dadurch sind die meisten Hanglagen nach Westen, bzw. Osten ausgerichtet. Dadurch, und durch die relativ nördliche Lage ist das Klima etwas kühler als an Mosel oder Rheingau. Die leicht erwärmbaren Tonschieferböden sorgen jedoch für einen guten Temperaturausgleich, und mindern die Spätfrostgefahr.
Sortenspektrum:
Auf ca. 780 Hektar gedeihen folgende Rebsorten:
| Riesling | 74% |
| Müller-Thurgau | 11% |
| Kerner | 6% |
| Silvaner | 4% |
| Sonstige | 5% |
Weincharakter:
Am oberen Mittelrhein werden insbesondere fruchtige Rieslingweine erzeugt. Im Mittleren und unteren Teil eher kernigere, frischere Weine. Ein Großteil der Weine wird von Touristen vor Ort getrunken.
Bereiche:
- Baccharach, entlang der linken Rheinseite von der Nahe-Mündung bis Baccharach. Durch diesen Bereich führt die „Rheingoldstraße“ eine Touristenstraße von besonderem Reiz.
- Rheinburgengau, auf beiden Rheinseiten ab Kaub bis Unkel. Auch hier gibt es eine Touristenstraße, die „Loreley-Burgenstraße“
- Siebengebirge, gehört Politisch schon zu Nordrhein-Westfahlen. Keine Touristenstraße, dafür aber mit dem „Petersberg“ um Königswinter gegenüber Bonn-Bad Godesberg die nördlichste Großlage Deutschlands.
Empfehlungen:
Diese Empfehlungen bezeichnen eine Auswahl renommierter Weinerzeuger aus dem jeweiligen Anbaugebiet. Falls Sie eigene Vorschläge oder „Geheimtips“ haben, werden wir diese gerne (nach einer kleinen sensorischen Prüfung) in unsere Liste aufnehmen. Schicken Sie uns eine Nachricht.
- Weingut Fritz Bastian, Oberstraße 63, 55422 Bacharach, Tel (06743) 1208 Fax (06743) 2837
- Weingut Ratzenberger, Blücherstraße 167, 55422 Steeg, Tel (06743) 1337 Fax (06743) 2842
- Weingut Toni Jost-Hahnenhof, Oberstraße 14, 55420 Bacharach, Tel (06743) 1216 Fax (06743) 1076
- Weingut Walter Perll, Ablaßgasse 11, 56154 Boppard, Tel (06742) 3671 Fax (06742) 3023
Mosel – Saar – Ruwer
Gebiet:
Die Mosel schlängelt sich auf 246 Km Länge über deutsches Gebiet, und nimmt dabei mehrere Nebenflüsse, darunter die Saar und die Ruwer, in sich auf. Tief schneidet sich die Mosel in den harten Fels zwischen Hunsrück und Eifel. Die Arbeit der Winzer an den steilen kargen Rebhängen ist hart, doch sie wird durch Weine von legendärer Eleganz belohnt.
Historisches:
Ursprünglich waren an der Mosel die Treveren, ein keltisch-germanisches Mischvolk heimisch. Diese lernten den Weinbau ausnahmsweise einmal nicht von den Römern, sondern von den Griechen die über Marseille zu ihnen kamen. Seit dem 2. Jh. n. Chr. wird an der Mosel Wein angebaut. Mit Trier liegt die älteste deutsche Stadt, die auch schon als zweites Rom bezeichnet wurde, in diesem Anbaugebiet. Bis zum 30jährigen Krieg wurde hier vornehmlich Elbling und ein paar rote Varianten angebaut. Erst seit dem 17. Jh. findet sich verstärkt der Riesling, der hier zu seiner ganzen Größe und Eleganz heranreift.
Boden:
An der Obermosel hauptsächlich helle Muschelkalke. An der Mittelmosel die typischen dunklen steilen Devonschiefer-Hänge. Im unteren Bereich findet sich härterer Grauwacke-Schiefer. Vereinzelt finden sich in den Tallagen auch Lehmböden, auf denen besonders der Müller-Thurgau gut gedeiht.
Klima:
Bedingt durch die nördliche Lage ist das Klima relativ kühl, aber ohne starke Schwankungen, da die Einflüsse des Atlantiks durch die westliche Lage schon stärker zur Geltung kommen. Dies bedingt einen hohen Gehalt an Fruchtsäuren im Wein, die jedoch durch hohe Gehalte an Kalium aus dem Boden abgemildert werden.
Sortenspektrum:
Auf 12750 Hektar werden folgende Sorten angebaut:
| Riesling | 55% |
| Müller-Thurgau | 23% |
| Elbling | 9% |
| Kerner | 6% |
| Sonstige | 7% |
Weincharakter:
Rieslinge von der Mosel haben Weltruf! Feinfruchtige, leichte Weine mit kräftiger Fruchtsäure bestimmen das Bild. Leider wird von Handelskellereien häufig versucht den guten Ruf der Moselrieslinge durch süße Billigweine wie „Moseltröpfchen“ oder „Black Tower“ auszunutzen.
Bereiche:
- Obermosel und Moseltor, von der Saarmündung flußaufwärts über Mesenich, Nittel, Wincheringen bis nach Perl. Hier wird verstärkt die Elbling-Traube angebaut, die schon zu Zeiten der Römer hier kultiviert wurde. Leichte, säurebetonte Weißweine, werden auch zur Sektherstellung verwendet.
- Saar-Ruwer, Gebiete der beiden Nebenflüsse und der Moselbereich Ihrer Einmündungen. Hier wird nun der Riesling an den Steilen Hänge favorisiert. Insbesondere im unteren Ruwertal hervorragende Qualitäten.
- Bernkastel (Mittelmosel), zwischen Briedel und Longuich. Trotz der Schotterartigen Beschaffenheit der Bodenoberfläche, finden die Rebwurzeln in der Tiefe genügend Nährstoffe und Wasser um hervorragende Rieslingweine zu produzieren.
- Zell(Untermosel), von Koblenz bis Zell. Hier wachsen duftigere, mildere Weine auf Grauwackeschiefer, die schon mehr Ähnlichkeit mit den Rheinrieslingen aufweisen.
Empfehlungen:
Diese Empfehlungen bezeichnen eine Auswahl renommierter Weinerzeuger aus dem jeweiligen Anbaugebiet. Falls Sie eigene Vorschläge oder „Geheimtips“ haben, werden wir diese gerne (nach einer kleinen sensorischen Prüfung) in unsere Liste aufnehmen. Schicken Sie uns eine Nachricht.
- Gutsverwaltung von Schubert, 54318 Grünhaus-Mertesdorf, Tel (0651) 5111 Fax (0651)52122
- Weingut Amlinger-Erben, Fährstraße 6, 56859 Bullay, Tel (06542) 2387 Fax (06542) 22133
- Weingut Egon Müller Scharzhof, Scharzhof, 54459 Wiltingen, Tel (06501) 17232 Fax (06501)150263
- Weingut Fritz Haag, Dusemonder Straße 44, 54472 Braunberg, Tel (06534) 410 Fax (06534)1347
- Weingut Joh. Jos. Prüm, Uferallee 19, 54470 Bernkastel-Wehlen, Tel (06531) 3091 Fax (06531) 6071
- Weingut Tyrell-Karthäuserhof, Karthäuserhof, 54292 Eitelsbach, Tel (0651) 5121 Fax (0651) 53557
Nahe
Gebiet:
Entlang der Nahe und ihrer Nebenflüsse Glan und Alsenz, von Merxheim bis zur Einmündung in den Rhein bei Bingen. Grenzt im Westen an Hunsrück und Soonwald. Im Süden an Haardt und Donnersberg.
Historisches:
Der Weinbau wurde von den Römern vor fast zweitausend Jahren an die Nahe gebracht. Ältester Weinort ist Nordheim
Boden:
Sehr vielfältig, Schiefer und Porphyr, Rotsandstein, Lehm, Letten und Mergel. Im unteren Nahebereich flachere, nährstoffreiche Böden. Im oberen Bereich / Glanmündung steilere Lagen und skelettreichere Böden.
Klima:
Dank Soonwald und Hunsrück vor kalten Winden geschützt, mild und sonnenreich, wenig Regen. Ermöglicht den Trauben eine lange, trockene Reife im Spätsommer.
Sortenspektrum:
Auf ca. 4600 Hektar werden die folgenden Rebsorten angebaut:
| Müller-Thurgau | 28% |
| Silvaner | 15% |
| Riesling | 22% |
| Kerner | 7% |
| Scheurebe | 7% |
| Grauburgunder (Ruländer) | 3% |
| Sonstige | 18% |
Weincharakter:
An der oberen Nahe finden sich, den Moselweinen ähnliche, Rieslingweine. An der unteren Nahe körperreichere aromatischere weine mit dezenter Säure.
Bereiche:
Schloß Böckelheim, obere und mittlere Nahe, Glan und Alsenz. Um Monzingen und Merxheim gedeihen auf Vulkanböden frische, stahlige Rieslinge. Beste Weinbaulagen um Schloßböckelheim in Besitz der Staatsdomäne Niedernhausen-Schloßböckelheim.
Kreuznach, untere Nahe. Auf rheinischem Schiefer um Bretzenheim und um Bad Kreuznach hervorragende Qualitäten.
Empfehlungen:
Diese Empfehlungen bezeichnen eine Auswahl renommierter Weinerzeuger aus dem jeweiligen Anbaugebiet. Falls Sie eigene Vorschläge oder „Geheimtips“ haben, werden wir diese gerne (nach einer kleinen sensorischen Prüfung) in unsere Liste aufnehmen. Schicken Sie uns eine Nachricht.
- Weingut Crusius, Hauptstraße 2, 55595 Traisen, Tel (0671) 33953 Fax (0671)?
- Weingut Emrich-Schönleber, Naheweinstraße 10a, Tel (06751) 2733 Fax (06751) 4864
- Weingut Hermann Dönnhoff, Bahnhofstraße 11, 55585 Oberhausen, Tel (06755) 263 Fax (06755) 1067
- Schloßgut Diehl, 55452 Burg Layen, Tel (06721) 45045 Fax (06721) 45047
- Staatliche Weinbaudomäne Niedernhausen-Schloßböckelheim, 55585 Niedernhausen, Tel (06758) 6215 Fax (06758)7303
Pfalz
Gebiet:
Erstreckt sich auf 80 Km in nord-südlicher Richtung entlang den östlichen Vorhügeln der Haardt auf 6-10 Km Breite. zwischen Bockenheim im Norden und Schweigen im Süden.
Historisches:
Seit der Römerzeit altes Weinland und als „Weinkammer“ Deutschlands bekannt.
Boden:
Leicht erwärmbare, trockene Böden aus Buntsandstein, Löß im nördlichen Bereich, und um Landau. Ins Rheintal gehend Sandböden bzw. Schwemmland. Um Bad Dürkheim und Deidesheime skelettreicher Schwemmkies.
Klima:
Warmes, trockenes Klima. Durch die Haardt und den Donnersberg im Westen werden Regenwolken umgeleitet, oder regnen sich ab, bevor sie die Pfalz erreichen. Durch das fast mediterran geprägte Klima gedeihen in der Pfalz auch Mandeln, Maronen und Feigen. Es gibt nur sehr selten Schäden durch Spät- oder Winterfröste.
Sortenspektrum:
| Riesling | 28% |
| Müller-Thurgau | 21% |
| Kerner | 10% |
| Silvaner | 7% |
| Scheurebe | 4% |
| Morio- Muskat | 4% |
| Weißer Burgunder | 2% |
| Blauer Portugieser | 10% |
| Dornfelder | 4% |
| Blauer Spätburgunder | 3% |
Weincharakter:
Traditionell werden in der Pfalz eher milde aromatische Weißweine vornehmlich aus Müller-Thurgau erzeugt. Junge engagierte Winzer zeigen mit ihren avantgardistischen Produkten das die Pfalz noch mehr hergibt. Ein Beispiel sind die kräftigen Dornfelderweine, die immer mehr Anhänger finden.
Bereiche:
- Südliche Weinstraße, zwischen Neustadt und Schweigen hier ist die Hochburg der Schoppenweine, frisch und süffig aus dem Pfälzer Schoppenglas (0,5l) zieht man sie hier im Sommer eindeutig der Hopfenkaltschale vor.
- Mittelhaardt/Deutsche Weinstraße, auf den leichten kiesig- bis lehmigen Böden zwischen Neuenstadt und Bockenheim erwachsen vollmundige Silvaner und elegante Rieslinge, die sich vor Moselrieslingen nicht zu verstecken brauchen.
Empfehlungen:
Diese Empfehlungen bezeichnen eine Auswahl renommierter Weinerzeuger aus dem jeweiligen Anbaugebiet. Falls Sie eigene Vorschläge oder „Geheimtips“ haben, werden wir diese gerne (nach einer kleinen sensorischen Prüfung) in unsere Liste aufnehmen. Schicken Sie uns eine Nachricht.
- Wein und Sekthaus Otto Stachel, Bahnhofstraße 18, 67487 Maikammer, Tel (06321) 5212 Fax (06321) 58504
- Weingut Bernhard, Hauptstraße 8, 76889 Schweigen, Tel (06342) 7202 Fax (06342) 6396
- Weingut Josef Biffar, Niederkircher Straße 13-15, 67146 Deidesheim, Tel (06326) 5028 Fax (06326) 7697
- Weingut Koehler-Ruprecht, Weinstraße 84 , 67169 Kallstadt, Tel (06322) 1829 Fax (06322) 8640
- Weingut Müller-Catoir, Mandelring 25, 67433 Haardt, Tel (06321) 2815 Fax (06321) 480014
- Weingut Ökonomierat Rebholz, Weinstraße 54, 76833 Siebeldingen, Tel (06345) 3439 Fax (06345) 7954
Rheingau
Gebiet:
Entlang des Rheins an der Ost- bzw. Nordseite zwischen der Mündung der Wisper bei Lorch und der Mündung des Mains etwa auf der Höhe von Mainz. Ein schmaler Streifen an den Rheinwärts abfallenden Hanglagen. Kleine Ausläufer bei Hochheim und Flörsheim entlang des Mains.
Historisches:
Im Rheingau wurde 1775 im Kloster Johannisberg die Spätlese erfunden. Der Legende nach wurde ein Bote, der die Leseerlaubnis vom Bischof in Fulda einholen sollte aufgehalten, und dadurch die Lese verzögert. Als der Bote mit zwei Wochen Verspätung eintraf glaubte man die Ernte verloren, da die Trauben schon ganz faul waren. Man brachte sie trotzdem in die Kelter um vielleicht ein bißchen Hauswein daraus zu pressen. Als man aber nach der Gärung den Wein verkostete war man sehr erstaunt, denn es war ein köstlicher voller Wein daraus geworden. Daraus schloß man messerscharf das die Fäulnis die Qualität des Weines gesteigert hatte – Die Spätlese und damit die Edelfäule war geboren. Aus diesen Anfängen wurde 1787 die Auslese entwickelt, bei der durch selektieren (heraus lesen) einzelner eingetrockneter Trauben die Weinqualität nochmals gesteigert werden konnte.
Boden:
Im relativ kleinen Rheingau kommen unterschiedlichste Bodenformationen vor. So steht um Hochheim Lehme und Sande an, zwischen Winkel und Eltville finden sich Schotter, Lehme, Tone und Lößböden. Im Unteren Rheingau zwischen Lorch und Rüdesheim finden sich vor allem Tonschieferböden.
Klima:
Sehr warm und trocken, da durch den Taunus vor kalten Winden aus Norden und Osten geschützt. Die Weinberge sind optimal nach Süden ausgerichtet um die ganze Kraft der Sonne aufnehmen zu können. Dies wußte schon Karl der Große, der von seiner am linken Rheinufer liegenden Kaiserpfalz Ingelheim aus beobachtete, das an den Hängen des Rheingaus der Schnee zuerst schmolz, und damit die besondere Eignung dieser Lagen für den Weinbau erkannte. Außerdem verbessert auch hier das Reflektierte Sonnenlicht von der Wasseroberfläche des Rheins das Klima. Im Herbst bilden sich häufig Nebel, die zu einer starken Ausbildung der Edelfäule (Botrytis Cinerea) beitragen, und somit das Ernten von Beeren- und Trockenbeerenauslesen in guten Jahren begünstigt.
Sortenspektrum:
Auf den etwa 3000 Hektar des Rheingaus werden folgende Rebsorten angebaut:
| Riesling | 79% |
| Müller-Thurgau | 7% |
| Silvaner | 4% |
| Blauem Spätburgunder | 5% |
| Sonstige | 5% |
Weincharakter:
Rheingauer Weine haben Weltruf! Rieslinge sind trocken oder halbtrocken, rassig und elegant. Die Rieslinge aus Hochheim haben ihnen im englischen Sprachraum den Spitznamen „Hock“ eingebracht. Um Aßmannshausen gedeihen auch kräftige Spätburgunder die einen Vergleich mit Internationalen Rotweinen nicht zu scheuen brauchen.
Bereiche:
Der Rheingau besteht aus nur einem Bereich: Johannisberg
Empfehlungen:
Diese Empfehlungen bezeichnen eine Auswahl renommierter Weinerzeuger aus dem jeweiligen Anbaugebiet. Falls Sie eigene Vorschläge oder „Geheimtips“ haben, werden wir diese gerne (nach einer kleinen sensorischen Prüfung) in unsere Liste aufnehmen. Schicken Sie uns eine Nachricht.
- Weingut Franz Künstler, Freiherr vom Stein Ring 3, 65239 Hochheim, Tel (06146) 5666 Fax (06146) 5767
- Weingut Freiherr Langwerth von Simmern, Kirchgasse, 65343 Eltville, Tel (06123) 3007 Fax (06123) 3009
- Weingut Gutsverwaltung Geheimrat Wegeler Erben, Friedensplatz 9-11, 65367 Oestrich-Winkel, Tel (06723) 7031 Fax (06723) 1353
- Weingut Johannishof – H. H. Eser, Im Grund 63 , 65366 Johannisberg, Tel (06722) 8216 Fax (06722) 6387
- Weingut Administration Prinz Friedrich von Preußen Schloß Reinhartshausen, 65337 Eltville-Erbach, Tel (06123) 676333 Fax (06123) 4222
- Weingut Robert Weil, Mühlberg 5, 65399 Kiedrich Tel (06123) 2308 Fax (06123) 1546