Essen & Wein

Es ist eine der genußvollsten Streitfragen, die seit hunderten von Jahren Feinschmecker und Köche, Winzer und Kellermeister in lebhafte und kalorienreiche Tafelschlachten ziehen läßt.

Welcher Wein zu welchem Essen?

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Eine allgemeingültige Antwort gibt es nicht, wird es auch nie geben. Die unendliche Vielfalt der Weine, der Speisen, und nicht zuletzt der Menschen, die beides genießen, schließt dies aus. Sie lädt uns andererseits ein, immer neue Variationen, Entwicklungen und Kompositionen aus Küche und Keller zu entdecken.

Früher wurde diese Frage häufig nur recht pauschal, wie: “Rotwein zu dunklem Fleisch, weißer Wein zu hellem Fleisch!” abgetan… Doch Genuß läßt sich nicht in wissenschaftliche Gesetzmäßigkeiten pressen, sondern entsteht in der Fülle, in den Nuancen der Vielfalt der internationalen Küche und einem facettenreichen Weinmarkt.

Deshalb: Warum zum Spargel statt edlem Riesling, nicht mal einen fruchtigen Weißherbst, z.B. vom Trollinger, servieren? Oder: Erlesene, im kleinen Holzfaß (Barrique) ausgebaute Rotweine, wie z.B. eine Lemberger Spätlese, statt zu Wildbraten, auch mal als Dessertpartner zu Roter Grütze und Vanillesauce? Oder probieren Sie mal einen trockenen Rivaner zur Italienischen Pasta! – Es kann eigentlich nur eine Empfehlung gegeben werden: Einfach selber probieren! Und die Weine dazu finden Sie in großer Auswahl in unserem Weinmarkt und im speziellen Schatzkeller.

Dennoch gibt es natürlich einige Empfehlungen, die Ihnen nicht vorenthalten werden sollen:

  • Herbe, keine jungen Weißweine passen gut zu verschiedensten Vorspeisen ob warm oder kalt, zu Suppen und leichten Gerichten, zu Fisch oder Kaviar, zu Muscheln, Austern oder anderen Schalentieren.
  • Leichte Weißweine hingegen ergänzen gedünsteten oder gekochten Fisch hervorragend.
  • Leichte Rotweine fügen sich zu den kräftigeren Aromen von gebratenem oder geräuchertem Fisch besser, als weiße Weine.
  • Vollmundige Rot- oder Weißweine eignen sich für Geflügel, vor allem Wildgeflügel, Rebhuhn, Fasan oder Wachtel.
  • Wuchtige und kräftige Rotweine, aber auch Roséweine sind wie geschaffen für Wild, z.B. Rehbraten, Hirschgulasch, Wildschwein oder Hase. Speisen mit geringerem Eigengeschmack werden von diesen Weinen gern übertönt.
  • Spätburgunder wird oft genannt, wenn man nach einem guten Wein zu dunklem Fleisch, also Hammel, Rind, Gans oder Ente, fragt.
  • Zu weißem Bratenfleisch, wie Schwein, Kalb, Lamm, Huhn oder Pute sind kräftige Weißweine aus Traminer, Ruländer oder Scheurebe eine gute Wahl.
  • Spätlesen sind zu warmen Käsegerichten, aber auch Nachspeisen verschiedenster Art geeignet.
  • Servieren Sie zu Schmelzkäse, Butterkäse oder Edamer als Wein einen Weißherbst oder einen leichten Rotwein.
  • Passend zu kräftigeren Käsesorten sind eher Spätburgunder oder Bordeaux Rotweine. Dazu zählen beispielsweise Tilsiter, Camembert, Brie, Emmentaler, Ziegenkäse.
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