Apfelstrudel

Der traditionelle, wienerische Apfelstrudel, der mit Äpfeln, Rosinen, Zimt und in Butter gerösteter Semmelbrösel gefüllt ist, wird aus Strudelteig angefertigt. Dabei wird dieser Teig auf einem Tuch so dünn “ausgezogen”, dass man durch ihn hindurch “eine Zeitung lesen” könnte. Allerdings gibt es auch Gegenden, in denen der Apfelstrudel aus Blätterteig, Ölquarkteig oder Mürbteig hergestellt wird. Auch bezüglich des Inhaltes des Apfelstrudels gibt es heutzutage schon etliche Variationen.

In Österreich, dem Ursprungsland des Apfelstrudels, wird dieser nicht nur als Dessert angeboten, sondern auch als vollwertige Hauptspeise. Als Beilage dienen dann Vanillesoße, Sahne oder eine Portion Vanilleeis. Und aber auch ein passender Wein.

Die Zutaten

Für den Teig:

  • 200 g gesiebtes Weizenmehl
  • 75 ml lauwarmes Wasser
  • 50 g zerlassene Margarine/Butter
  • 1 Prise Salz
  • Puderzucker zum Bestäuben

Für die Füllung:

  • 1 kg saftig-säuerliche Äpfel
  • Zitronen- und Rumaroma
  • 50 g Rosinen
  • 50 g Mandeln, gehackt
  • 50 g Semmelbrösel
  • 1 P Vanillinzucker
  • 100 gr Zucker
  • etwas Zimt
  • 50g zerlassene Margarine

Die Zubereitung

Zunächst wird für den Strudelteig das gesiebte Mehl in eine Schüssel gegeben. Dann kommt nach und nach das Salz, Wasser und die zerlassene Margarine hinzu, welche mit einem Rührgerät mit Knethaken auf kleiner Stufe verrührt werden. Sind alle Zutaten in der Schüssel, rührt man den Teig für einige Minuten auf höchster Stufe weiter.

Anschließend muss der Teig nochmals von Hand gut durchgeknetet werden, bevor er für 30 Minuten ruht. Für diese Ruhezeit kann der Teig in einen heißen Topf gelegt werden, in dem zuvor Wasser aufgekocht wurde. Der Topf muss allerdings gut abgetrocknet werden, bevor der Teig hineingelegt und der Deckel geschlossen wird.

In der Zwischenzeit die Äfpel schälen, vierteln und entkernen. Die Äpfel in feine Stifte schneiden oder raspeln und mit 5 Tropfen des Rum- und 3 Tropfen des Zitronenaromas vermischen.

Nach der Ruhezeit wird der Teig auf einem zuvor bemehlten Küchenhandtuch ganz dünn ausgerollt und in ein ca. 50 x 70 cm großes Rechteck geschnitten, das mit der zerlassenen Margarine eingepinselt wird.

Den Teig nun mit den Semmelbröseln bestreuen und die Äpfel, die Rosinen, den Zucker, den Vanillinzucker und die Mandeln darauf verteilen. Dabei bleibt an den kurzen Seiten ein etwa 3 cm breiten Rand frei, der auf die Füllung geklappt wird. Die Füllung nur auf den ersten 2/3 des Teiges verteilen, so dass beim späteren Zusammenrollen am Ende der Rolle keine Füllung rausgedrückt wird. Die Füllung mit etwas Zimt bestäuben.

Den Teig mit Hilfe des Küchentuchs beginnend an einer der langen Seite zu einer Rolle zusammen rollen und das Ende gut fest drücken. Ein Backblech einfetten und den gerollten, mit zerlassender Margarine bestrichenen Apfelstrudel darauf legen.  Im auf 180 °C vorgeheizten Backofen wird der Strudel ca. 30 min gebacken, nochmals mit zerlassener Margarine bestrichen und für weitere 15 min gebacken bis er goldbraun ist. Zum Schluss wird der fertige Apfelstrudel mit Puderzucker bestäubt und heiß serviert.

Der Wein

Zu dieser süßen Speise passt allgemein ein süßer Weißwein aus verschiedenen Regionen. Diese bekommt man in verschiedenen Preisklassen aus Deutschland, Österreich, Ungarn oder auch von der Loire, welches als zweitgrößte französische Weinanbauregion gilt. Von der Loire hervorzuheben ist das Anbaugebiet Bonnezeaux, wo Reben an den Steilhängen bei Thouarcé, und am Ufer des Layon, einem Nebenfluss der Loire, wachsen. Dort werden lediglich süße Weißweine aus der Rebsorte Chenin Blanc gekeltert. Insbesondere edelsüße Weine, gekeltert aus durch die Edelfäule befallenen Reben, passen hervorragend zum Apfelstrudel.

Aus Deutschland hat vor allem die Rebsorte Riesling internationale Bekanntschaft erreicht. Vornehmlich angebaut in den Weinregionen Mosel, Pfalz und Rheinhessen, aber auch in den anderen deutschen Weinanbaugebieten, bringt die Rebsorte eher zur Säure tendierende Weine hervor. Jedoch verfügen Weine aus Mosel, Mittelrhein und Nahe früh nach Gärung über leckere Aromen von Pfirsich. Sind die Trauben vollreif gelesen, je nach Lage oder Jahrgang, so tendiert der Geschmack zu kräftigem Aprikosenaroma. Auch sei die Kerner Traube genannt, deren Weine dem Riesling ähneln, aber einen hohen Zuckergehalt haben und teilweise einen leichten Muskatton aufweisen.

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