Gulasch

Wer “Gulasch” hört, der denkt oftmals an die Puszta und an Ungarn, da das ungarische Gulasch als Urvater der vielfältigen Gulasch-Variationen gilt. Gulasch lässt sich allgemein als “Fleischeintopf” bezeichnen und kann sowohl Rind-, Schweine- und Lammfleisch als auch Geflügelfleisch enthalten. Fast allen heutigen Variationen gemeinsam ist jedoch, dass sie Paprika, Zwiebeln und Knoblauch beinhalten.
Gulasch zeichnet sich dadurch aus, dass es recht einfach zuzubreiten ist und dass das Fleisch sehr lange gegart wird, wodurch auch zäheres Fleisch schön zart wird.

Die Zutaten:

  • 3/4 kg Rindfleisch
  • 6 mittelgroße Zwiebeln
  • 300 g geschälte Tomaten
  • 2 zerdrückte Knoblauchzehen
  • 350 g Paprika (rote, grüne und gelbe)
  • 1 Becher Saure Sahne
  • edelsüßes Paprikapulver, Salz, schwarzer Pfeffer, Cayennepfeffer

Die Zubereitung:

Schneiden sie zunächst die Zwiebeln in grobe Würfel und dünsten diese in einem großen Topf mit etwas Fett so lange, bis sie glasig sind. Dann geben Sie das in Würfel geschnittene Rindfleisch hinzu und braten es scharf an. Würzen Sie das Fleisch mit Salz, schwarzem Pfeffer und edelsüßem Paprikapulver (wer es schärfer mag, kann auch noch Chilipulver oder rosenscharfes Paprikapulver hinzufügen).

Entfernen Sie in der Zwischenzeit die Tomaten von der Haut, indem sie die Haut mit dem Messer einritzen und die Tomaten kurz mit heißem Wasser übergießen. Schneiden Sie die Tomaten nach dem Enthäuten in Viertel. Waschen Sie die Paprikas und schneiden diese in dünne Streifen und würfeln den Knoblauch ganz fein. Geben Sie so viel Wasser in den Topf, dass das Fleisch gut damit bedeckt ist. Legen Sie dann die Tomaten, die Paprika und die Knoblauchwürfel auf das Fleisch. Verteilen Sie die saure Sahne darüber und lassen Sie alles mindestens 1 Stunde bei mittlerer Hitze und geschlossenem Deckel leicht köcheln. Generell gilt, je mehr Zeit Sie Ihrem Gulasch geben, desto zarter wird das Fleisch.    Wenn Sie einen Topf verwenden, der backofengeeignet ist, können Sie diesen auch bei 220°C für 90 Minuten in den Backofen stellen.

Servieren Sie als Beilage Reis, Nudeln oder Kartoffeln.

Der Wein:

Wegen des kräftig schmeckenden Gulaschs bietet sich ein junger und aromatischer Rotwein an. Dies könnte beispielsweise ein Zinfandel sein. Aufgrund des hohen Zuckergehalts dieser Rebsorte, besitzen dessen Weine verhältnismäßig viel Alkohol. Zinfandelweine besitzen meist ein würziges Aroma nach Nelken oder Zimt, aber auch dunklen Waldfrüchten. Ebenso passend wäre ein bulgarischer Cabernet Sauvignon, dessen Geruch an schwarze Johannisbeeren erinnert und teilweise von Zedernholz begleitet wird. Der Geschmack ist immer sehr fruchtig. Eine weitere Möglichkeit wäre ein junger australischer Shiraz, hierzulande auch Syrah genannt, welcher ebenfalls über ein kräftiges Johannisbeer-Aroma verfügt. Diese Rebe liefert bei normaler Gärung einen sehr dunklen Rotwein mit hohem Tanningehalt.

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