Spare Ribs

Bei den Spare Ribs handelt es sich um das fleischarme obere Drittel des Schweinebauchs. Dabei stammt der Begriff “spareribs” aus dem Englischen und bedeutet Schälrippe oder Bauchrippe. Vor allem in den USA gehören Spare Ribs zum traditionellen Barbecue dazu. Das Besondere dabei ist die sehr lange Garzeit der Spare Ribs bei niedriger Temperatur im Barbecue-Smoker oder im Backofen. Aufgrund dieser langsamen Garung, die mehrere Stunden dauert, kann das nachfolgende, amerikanische Rezept als zeitaufwendig bezeichnet werden, wobei das Ergebnis für allen Aufwand entschädigt. Grundsätzlich gilt, dass Sie die hier vorgeschlagenen Rezepte für den selbstgemachten Rub, der zum Einreiben des Fleisches dient, sowie für die Barbecue- und die Würz-Sauce auch durch ein Fertigprodukt ersetzen können.

Die Zutaten

  • 4 rohe Rippchen vom Schwein
  • Apfelsaft

Zutaten für den Barbecue-Rub

  • jeweils 2 Teelöffel Majoran und Thymian, Knoblauch-und Zwiebelpulver, Oregano, Salz, Cayenne-Pfeffer sowie schwarzer Pfeffer
  • 6 Teelöffel mildes Paprikapulver
  • 6 Teelöffel brauner Zucker

Zutaten für die Barbecue-Sauce

  • 1/8 l Ketchup
  • 175 ml Apfelsaft
  • 2 Teelöffel Sojasauce
  • 3 Esslöffel Apfelessig
  • je 1 Teelöffel Worcestersauce und Melasse (als Alternative: 50g Rohrzucker)
  • 2 Prisen Chilipulver
  • 2 Prisen Knoblauchgranulat
  • 1 Prise schwarzer Pfeffer (am besten frisch gemahlen)

Zutaten für die Würz-Sauce

  • 2 Esslöffel der Barbecue Sauce
  • 1/4 l Apfelsaft
  • 3 Esslöffel Apfelessig
  • 2 Esslöffel Butter

Die Zubereitung

Bevor Sie mit der eigentlichen Zubereitung beginnen können, ist es wichtig, dass Sie rohe Rippchen verwenden, da das Vorkochen oder Pökeln der Rippchen deren Geschmack verändert.

Befreien Sie die Rippchen zunächst von der Haut auf der Innenseite (Knochenseite). Am Besten gelingt dies, wenn man die Haut an einem Knochen entlang etwas einscheidet, vorsichtig mit der Messerspitze oder einem Löffelstiel darunter fährt und das so angehobene Stück Haut fest mit Daumen und Zeigefinger packt. Dann zieht man die Haut möglichst ein einem Stück ab.

Marinieren Sie die Spare Ribs nun, indem Sie sie in Apfelsaft legen, dadurch werden die Rippchen schön zart. Verwenden Sie für die Marinade einen großen, flachen Behälter und achten Sie darauf, dass die Rippchen komplett mit Apfelsaft bedeckt sind. Stellen Sie den Behälter für 120 Minuten in den Kühlschrank.

Entnehmen Sie die Rippchen aus der Marinade und lassen Sie die Spare Ribs gut abtropfen. Jetzt müssen die Rippchen gewürzt werden. Dabei sollte mit den Gewürzen nicht gegeizt werden, denn später ist ein Nachwürzen nicht mehr möglich. Für den selbstgemachten Rub vermengen Sie die dafür genannten Zutaten und reiben Sie die Rippchen gut und unter sanftem Druck damit ein. Anschließend wickeln Sie die Spare Ribs eng in Frischhaltefolie ein und stellen sie für weitere 120 Minuten in den Kühlschrank.

Wer seine Spare Ribs im Backofen zubereiten möchte, muss diesen nun auf 100°C vorheizen. Bereiten Sie in der Zwischenzeit die Barbecue-Sauce und die Würz-Sauce vor. Für die Barbecue-Sauce verrühren Sie alle genannten Zutaten in einem Topf und bringen diese bei mittlerer Hitze zum Kochen. Lassen Sie die Soße einige Minuten köcheln und stellen Sie sie dann zur Seite. Für die Würz-Sauce benötigen Sie 2 Esslöffel der fertigen Barbecue-Sauce. Verrühren Sie diese mit den anderen Zutaten und lassen Sie alles bei mittlerer Hitze 5 Minuten köcheln. Stellen Sie dann auch diese Sauce zur Seite.

Legen Sie die Spare Ribs nach der zweiten Ruhezeit auf einen Grillrost und schieben diesen bei 80-90°C in den Ofen. Unter den Grillrost schieben Sie ein Backblech, das herunter tropfende Flüssigkeit auffängt. Geben Sie noch etwa 1cm Flüssigkeit auf das Backblech, damit die darauf tropfende Flüssigkeit nicht auf dem Backblech einbrennt und die Spare Ribs nicht austrocknen. Die nun folgende Garzeit im Backofen beträgt 5-6 Stunden. Ob die Spare Ribs fertig sind, erkennen Sie daran, dass sich das Fleisch etwa 5mm vom Knochen zurück gezogen hat.

Während der langen Garzeit behandeln Sie die Spare Ribs folgendermaßen:

  • nach ca. 30 und nach ca. 60 Minuten besprühen Sie die Spare Ribs mit Apfelsaft. Das gelingt am besten, indem man einen Pflanzensprüher verwendet
  • nach ca. 90, ca. 120  und ca. 150 Minuten streichen Sie die Spare Ribs mit Hilfe eines Küchenpinsels mit der Würz-Sauce ein
  • nach ca. 180, ca. 210 und ca. 240 Minuten bestreichen Sie die Spare Ribs ebenfalls mit Hilfe eines Küchenpinsels mit der Barbecue-Sauce
  • nach ca 300 Minuten bestreichen Sie die Spare Ribs ein letztes Mal mit der Barbecue-Sauce und stellen danach gleich die Grillfunktion/Oberhitze des Backofens für ca. 10-15 Minuten ein.

Entnehmen Sie die fast fertigen Spare Ribs aus dem Backofen und legen Sie sie auf Alufolie. Geben Sie einen Schuss Apfelsaft über die Spare Ribs und wickeln diese in die Alufolie ein, so dass keine Flüssigkeit mehr austreten kann. Legen Sie die so verpackten Spare Ribs für weitere 15 Minuten in den Backofen. Danach entnehmen Sie die Spare Ribs aus dem Backofen und lassen Sie in der Alufolie noch etwa 10 Minuten ruhen.

Zum Schluss nehmen Sie die Spare Ribs aus der Alufolie und schneiden Sie entlang der Knochen in Stücke. Diese richten Sie auf einem Teller an und reichen dazu weitere Barbecue-Zutaten wie gegrillte Kartoffeln oder Maiskolben. Vergessen Sie vor lauter Lust auf die Spare Ribs den Wein nicht…

Der Wein

Zu den Spare Ribs passt ein fruchtiger Rotwein, der nicht zu tanninlastig ist. Dies wäre beispielsweise ein Wein der Grenache Rebsorte, welcher generell sehr fruchtig ist. Grenache wird in manchen Regionen auch Grenache noire oder Garnacha genannt. Ebenso passend wäre ein Zinfandel, in Italien auch Primitivo genannt. Dieser ist aufgrund des hohen Zuckergehalts in den Trauben recht alkoholreich. Die Zinfandel Weine sind aber auch würzig, vergleichbar mit Nelken, Zimt oder schwarzem Pfeffer. Neben den zwei genannten Rebsorten eignen sich vor allem auch Weine aus den Regionen Vacqueyras (Südfrankreich, südliche Rhône) und Saint-Joseph (eines der größten Weinanbaugebiete im nördlichen Teil des französischen Rhônetals).

Saint-Joseph ist das zweitgrößte Weinbaugebiet im nördlichen Teil des französischen Rhônetals
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