Rebsorten

weinrebeEin kleiner Führer durch die wichtigsten Rebsorten im deutschen Weinbau: Die Rebe bestimmt wesentlich Duft und Geschmack des Weines. Weltweit gibt es ein paar tausend Rebsorten, doch nur etwa 200 eignen sich zum Qualitätsweinbau.

In Deutschland bestimmen kaum zwei Dutzend traditionelle Weiß- und Rotweinsorten die Weinlandschaft. Beim Weißwein sind dies insbesondere der Riesling, Silvaner, Müller-Thurgau, Weiß- und Grauburgunder; bei Rotweinen dominieren die Sorten Spätburgunder, Trollinger, Lemberger und Portugieser.

Rotweinsorten:

Weißweinsorten:

Rotweinsorten

Trollinger (Großer Vernatsch, Hammelshoden, Malvasier, Schiavone)

Typischste der typischen Rebsorten in WürttembergTrollingerAK

Verbreitung: Deutschland (2.250 ha), vor allem in Württemberg, Südtirol (3.400 ha) [als Tafeltraube in Belgien, Niederlande, England].

Herkunft: Als Urheimat wird Südtirol oder das Trentino angenommen, dort wird der Trollinger Großer Vernasch genannt. Schon früh brachten die Römer die Sorte an den Rhein. Der heutige Name stammt wahrscheinlich von Tirolinger ab –> Trollinger, da die Rebe nach Württemberg im 17. Jahrhundert importiert wurde.

Sortenmerkmale:
Triebspitzen: offen, hellgrün, gelgentlich kupferbronziert, mittelwollig bis flaumig behaart. Blatt: groß, grün, baslig, drei- bis fünflappig, unterschiedlich stark gebuchtet, Blattrand unregelmäßig gezahnt, Stielbucht v-förmig bis geschlossen. Trieb: sehr weitknotig, starke Geiztreibbildung. Holz: dick, gelbbraun, dunkle Punkte und Streifen. Traube: groß bis riesig, meist geschultert, pyramidenförmig, lockerbeerig. Beere: groß, rund, rotblau, dickhäutig, starker Duft. Austrieb: mittel bis spät. Blütezeitpunkt: spät bis sehr spät, Blühfestigkeit hoch bis sehr hoch. Reife: sehr spät. Wuchs: stark mit starker Geiztriebbildung. Ertrag: hoch. Holzreife: gut

Sorteneigenschaften: Ansprüche an Lagen und Böden: durch die späte Reife verlangt er eine frostfreie, gute Lage, höhere Ansprüche wie der Spätburgunder. Warme, nicht zu dichte Böden (z.B. Muschelkalk, Gipskeuper), auch stark kalkhaltige. Frosthärte: Winterfrostempfindlich. Krankheitsanfälligkeit: deutlich gegen Oidium empfindlich, weniger gegen Peronospora und Botrytis, mittel bis starke Tendenz zur Stiellähme.

Wein: Mostgewicht: im langjährigen Mittel bei 70°Oe, Hervorragende Trollinger bei 80-85°Oe. Säure: 7-10g/l. Beschreibung der Weine: Frisch fruchtige Weine mit kernig, lebhafter Art. Die hellrote Farbe des Weins wird meist nicht als Nachteil angesehen, er ist Brot-und-Butter-Wein. Vorteile: Idealer Begleiter zum Vesper, kräftiger Wuchs, hoher Ertrag, Chlorosefest. Nachteile: Späte Reife, geringe Winterfrostfestigkeit.

navigate_up

Muskattrollinger

Abstammung: Im Jahre 1836 erstmals erwähnt. Wurde damals im “Gemischten Satz” mit anderen Rebsorten angebaut. Stammt vermutlich vom Muskateller ab.

Rebe: Hellgrünes Laub, Blätter haben einen stark gezackten Rand. Reift sehr spät, große Trauben mit länglich-ovalen Beeren.

Weincharakter: Fruchtiger, hellroter Wein mit ausgeprägtem Muskataroma. Seltene Spezialität, eignet sich zu Vorspeisen und zu Desserts.

navigate_up

Schwarzriesling (Müllerrebe, Pinot Meunier)

SchwarzrieslingAKVerbreitung: Deutschland (2.152 ha), Württemberg (1.753 ha), Baden (170 ha), Pfalz (109 ha), Franken (66 ha), Frankreich (10.000 ha), vor allem in der Champagne.

Herkunft: Die Urheimat ist sicher im Burgund zu suchen, dort wurde er Ende des 16. Jahrhunderts als stark behaarte Mutation des Spätburgunders ausgelesen, wurde aber nicht im Sortenverzeichnisses Burgunds erwähnt. Seinen Platz in Deutschland verdankt er der Auslesezuchten von Schneider und Herold.

Sortenmerkmale: Triebspitzen: offen, auffallend dichtfilsig, weißwollig (wie mit Mehl bestäubt –> Müllerrebe). Blatt: mittelgroß, sehr rauh bis baslig, fünflappig, mittelstark, Unterseite dichtwollig, behaart, Blattrand gesägt, Stielbucht v-förmig bis geschlossen. Trieb: engknotig, mittelstarke Geiztreibbildung. Holz: graubraun. Traube: mittelgroß, dichtbeerig. Beere: klein- bis mittelgroß, rund bis oval, schwarzblau. Austrieb: mittel bis spät. Blütezeitpunkt: spät, Blühfestigkeit hoch. Reife: mittelspät. Wuchs: kräftig. Ertrag: mittel. Holzreife: gut.

Sorteneigenschaften: Ansprüche an Lagen und Böden: mittlere Ansprüche, geringer als die des Spätburgunders. An den Boden hat er nur wenig Ansprüche. Frosthärte: ausreichende Winterfrosthärte. Krankheitsanfälligkeit: gering, Trauben faulen leicht.

Wein: Mostgewicht: im langjährigen Mittel bei 70-80°Oe, Hervorragende Weine mit 90°Oe. Säure: 5-8g/l. Beschreibung der Weine: fruchtige Weine mit samtiger Art. In der Regel mit wenig Säure. Vorteile: geringe Krankheitsempfindlichkeit und Lagenansprüche. Nachteile: Spätburgunderqualität wird nicht erreicht.

navigate_up

Lemberger (Blaufränkisch, Limberger, Kékfrankos)

LembergerAKVerbreitung: Deutschland (961 ha), hauptsächlich Württemberg, Österreich (3050 ha), Tschechien (1450 ha), Italien (200 ha), Ungarn, Kroatien.

Herkunft: Nachweislich würde der Lemberger in Österreich erstmals im 18. Jahrhundert erwähnt, dass der Weinhändler Robert Schlumberger die Reben in Umlauf gebracht hat. Man glaubt dass Karl der Große für die Züchtung verantwortlich ist. Die Namensgebung ist nicht einwandfrei geklärt.

Sortenmerkmale: Triebspitzen: offen, hellgrün, glänzend, etwas bronziert, mittel bis schwach behaart. Blatt: hell- bis dunkelgrün, mittelgroß, breit, dreilappig mit schwachen Buchten, glatt, scharf gezahnt sehr, Stielbucht v-förmig bis geschlossen, überlappend. Trieb: weitknotig. Holz: gelbbraun, fein gestreift, an den Knoten rötlich. Traube: mittelgroß, locker- bis dichtbeerig, geschultert. Beere: mittelgroß, rund, schwarzblau, dicke Haut. Austrieb: mittelspät. Blütezeitpunkt: spät, Blühfestigkeit hoch. Reife: mittelspät. Wuchs: kräftig, aufrecht, mittlere Geiztriebbildung. Ertrag: mittel bis hoch. Holzreife: mittel bis gut.

Sorteneigenschaften: Ansprüche an Lagen und Böden: hohe Ansprüche, vergleichbar mit denen des Spätburgunders. An den Boden hat er nur mittlere Ansprüche, ideal für ihn sind tiefgründige, fruchtbare Lößlehmböden, die sandig sein können. Frosthärte: ausreichende Winterfrosthärte, hohe Maifrostempfindlichkeit. Krankheitsanfälligkeit: gering, Stiellähme tritt oft auf.

Wein: Mostgewicht: im langjährigen Mittel bei 70-80°Oe, Hervorragende Weine mit 90°Oe. Säure: 8-10 g/l. Beschreibung der Weine: rassige Weine mit dezentem Gerbstoff, die in der Flasche zu nachhaltigen, kräftigen Weinen heranreifen. Vorteile: Ideale Rotweinsorte, lange Haltbarkeit, nicht zu alkoholreich, robust. Nachteile: späte Reife, Neigung zur Verrieselung.

navigate_up

Dornfelder

Abstammung: Züchtung der Weinbauschule zu Weinsberg aus den 60er Jahren. Kreuzung zwischen Helfensteiner und Heroldrebe.

Rebe: Sehr kräftiger Wuchs. Große, tief dunkelgrüne Blätter, die im Herbst sehr schöne Farbtöne annehmen. Trauben sind groß und lockerbeerig, reifen sehr früh.

Weincharakter: Tiefviolette, dichte Farbe. Edler Rotwein mit viel Körper und Duft. Hervorragend für den Ausbau im kleinen Holzfass (Barrique) geeignet.

navigate_up

Samtrot

samtrotAbstammung: Eine natürliche Mutation des Schwarzrieslings. Von Schneider (Heilbronn) entdeckt. Von Herold in der Weinbauschule zu Weinsberg weitergezüchtet.

Rebe: Blätter haben die für Burgunderarten typische rauhe Oberfläche. Kleine, kompakte Trauben. Relativ niedriger Ertrag, dafür bessere Qualität.

Weincharakter: Rubinrote bis dunkelrote Farbe. Im Geschmack, weil´s so naheliegt, möchte man das fast nicht verwenden: “samtig” – warm und vollmundig. Wird gerne nach Tisch in gemütlicher Runde getrunken.

navigate_up

Clevner

clevnerAbstammung: Eine Mutation des Spätburgunders, wird nur in Heilbronn und Umgebung angebaut.

Rebe: Sehr aufrechter Wuchs, kleine, sehr kompakte Trauben. Manchmal drücken die Beeren so eng aneinander, daß sie aufplatzen.

Weincharakter: Mystisches Rubinrot, ein eleganter, harmonischer Wein. Paßt hervorragend zu gebratenem Fleisch oder kurzgeräuchertem und gebratenem Fisch.

navigate_up

Spätburgunder (Pinot Noir, Pino nero , Blauburgunder, Malterdinger)

SpaetburgunderAKAusgangsprodukt für die besten Rotweine der Welt

Verbreitung: Deutschland (7.424 ha), Baden (4.453 ha), Pfalz (816 ha), Rheinhessen (643 ha), Württemberg (466 ha), Rheingau (299 ha), Ahr (277 ha), Franken (166 ha), Nahe (133 ha), Mosel (neu: 141 ha), Frankreich (22.000 ha), Schweiz (4.500 ha), Norditalien (3.500 ha), Übersee.

Herkunft: Die Urheimat ist sicher im Burgund zu suchen, dort wurde Sie im 4. Jahrhundert erstmalig erwähnt, etwa 881 wurde er von den Nachfolgern Karl des Großen nach Bodmann am den Bodensee gebracht. Erste Erwähnungen in Deutschland 1318 Koster Salem, 1330 Affental.

Sortenmerkmale: Triebspitzen: offen, weißlich hellgrün, stark behaart. Blatt: mittel, dunkelgrün, baslig, rundlich bis schwach dreilappig, andeutungsweise fünflappig, unterschiedlich starke Seitenbuchten, Blattrand stumpf gezahnt, Stielbucht v-förmig. Trieb: engknotig, mittelstarke Geiztreibbildung. Holz: graubraun, dunkle Punkte und Streifen, wenig ausgeprägte Knoten. Traube: mittelgroß, selten geschultert, walzenförmig, dichtbeerig. Beere: mittelgroß, rund bis oval, dunkelblau bis violettblau, dünnhäutig, starker Duft. Austrieb: mittel bis spät. Blütezeitpunkt: spät, Blühfestigkeit hoch. Reife: mittelfrüh bis spät. Wuchs: mittelstark mit mittelstarker Geiztriebbildung. Ertrag: mittel. Holzreife: gut.

Sorteneigenschaften: Ansprüche an Lagen und Böden: hohe Ansprüche, nicht so hoch wie der Riesling. In schlechten Lagen bleibt die Säure unharmonisch. Warme, fruchtbare, lockere Böden, nicht zu trocken. Frosthärte: ausreichende Winterfrosthärte, empfindlich gegen Maifröste. Krankheitsanfälligkeit: nicht im Übermaß, Beerenfäule ist zu verhindern, da die Farbausbeute abnimmt.

Wein: Mostgewicht: im langjährigen Mittel bei 80°Oe, Hervorragende Weine mit 90-100°Oe. Säure: 6-8g/l. Beschreibung der Weine: körperreiche, alkoholreiche Weine mit vollmundig, samtiger Art. Die brillante hellrote Farbe des Weins bei perfekter Verarbeitung. Aus dieser Rebe entstehen weltweit die besten Rotweine. Vorteile: gute Fruchtbarkeit, geringe Krankheitsempfindlichkeit, hervorragende Rotweinsorte. Nachteile: Hohe Lagenansprüche.

navigate_up

Cabernet Sauvignon

CabernetAKEine der besten Rotweinsorten der Welt

Verbreitung: Frankreich (ca. 36.500 ha), hauptsächlich Bordelais, Bulgarien (18.000 ha), Süd- und Nordamerika, Südafrika, Neuseeland, Italien, Rumänien.

Herkunft: Es ist nichts genaues nachweisbar. Es ist aber wahrscheinlich, dass er so alt ist wie der Weinbau in Bordeaux. Im Mittelalter gehörte der Cabernet Sauvignon zu Bordeaux-Weinen wie das Salz in der Suppe.

Sortenmerkmale: Triebspitzen: offen, stark wollig, rötlich. Blatt: tiefgrün, mittelgroß, fünflappig mit tiefen Buchten, blassig, Stielbucht v-förmig geschlossen, überlappend, große Zähne. Trieb: weitknotig. Holz: haselnussbraun, kräftig. Traube: mittelgroß, dichtbeerig, oft geschultert. Beere: klein, rund, dicke Haut. Austrieb: spät. Blütezeitpunkt: spät, Blühfestigkeit hoch. Reife: mittelspät. Wuchs: kräftig, aufrecht. Ertrag: mittel. Holzreife: mittel.

Sorteneigenschaften: Ansprüche an Lagen und Böden: Warme, gute Lagen und fruchbare, Lehmböden sind Voraussetzung für die nötige Qualität Frosthärte: gegen Spät- und Winterfröste empfindlich. Krankheitsanfälligkeit: gering gegen Peronospora und Botrytis, empfindlich gegen Stiellähme, Eutypa, Oidium, Phomopsis.

Wein: Mostgewicht: im langjährigen Mittel bei 100°Oe. Säure: 7-10 g/l. Beschreibung der Weine: Sortenrein werden die Weine als streng bezeichnet, Cuvées mit milden Rotweinsorten, wie Merlot oder Cabernet Franc, sind Voraussetzung für die besten Weine der Welt. Vorteile: hohe Mostgewichtsleistung, lange Haltbarkeit, hoher Gerbstoffgehalt. Nachteile: späte Reife, Neigung zur Verrieselung.

navigate_up

Weißweinsorten

Weißer Riesling (Riesling, Klingelberger, Rheinriesling, Gewürztraube)

RieslingAKBekannteste deutsche Weißweinsorte für Weine aller Qualitätsstufen

Verbreitung: Deutschland (23.009 ha), Mosel-Saar-Ruwer (6.631 ha), Pfalz (5.002 ha), Württemberg (2.715 ha), Rheingau (2.640 ha), Rheinhessen (2.448 ha), Baden (1.338 ha), Nahe (1.200 ha), Mittelrhein (451 ha), Bergstrasse (260 ha), Franken (249 ha), Ahr (45 ha), Sachsen (45 ha), Saale Unstrut (31 ha) und ganz Mitteleuropa und Nachbarländer.

Herkunft: Vermutlich eine frühe Auslese aus Wildreben am Oberrhein, erste Nennung 1435 in Rüsselsheim, 1490 erster Weinberg in Worms, nach 1500 weit verbreitet, Name kommt vielleicht von der Neigung zur Verrieselung.

Sortenmerkmale: Triebspitzen: offen, gelbgrün, weißfilzig, rötlich behaart. Blatt: mittelgroß, fünflappig, rundlich, wenig gebuchtet, Blattrand stumpf gezahnt, Oberfläche blassig, Unterseite wollig behaart, Stielbucht überlappend. Trieb: weitknotig, mittlere Geiztriebbildung. Holz: hellbraun, dunkel punktiert, leicht gerieft. Traube: klein bis mittelgroß, dichtbeerig, geschultert. Beere: klein bis mittelgroß, rund, grüngelb, schwarz punktiert, Sonnenseite gelbgrün. Austrieb: mittelspät bis spät. Blütezeitpunkt: spät bis sehr spät, Blühfestigkeit mittel. Reife: spät bis sehr spät. Wuchs: kräftig. Ertrag: mittel. Holzreife: sehr gut.

Sorteneigenschaften: Ansprüche an Lagen und Böden: sehr hohe Ansprüche an die Lage, Vollreife in Südwest- bis Südostlage und nicht über 200m NN, leicht erwärmbare Böden: Gestein, Sand u. Kies. Frosthärte: ausgezeichnete Winterfrostfestigkeit, -20°C übersteht er fast immer ohne Schaden. Krankheitsanfälligkeit: sehr krankheitsempfindlich, stark bei Stielfäule und Stiellähme, nicht so stark bei Botrytis, Peronospora, Oidium, Schwarzfleckenkrankheit.

Wein: Mostgewicht: in nicht so guten Lagen 60°Oe bis max. 65°Oe, in den besten Lagen werden um 100°Oe geerntet, TBAs bis 200°Oe. Säure: die Säure ist das Rückgrat des Rieslings und liegt in normalen Jahren bei 10 bis 15 g/l, in schlechten Jahren bis 20 g/l, fachgerechter Säureabbau ist positiv. Beschreibung der Weine: feine Rasse und Eleganz, unübertreffliches, an Pfirsiche erinnerndes Bukett. Schwere Rieslinge vom Kaiserstuhl mit niedriger Säure bis zu sehr fruchtige und mineralische Rieslinge von der Mosel mit herrlicher Fruchtsäure. Vorteile: rassige Weine mit großer Qualitätsspanne, begrenzte Anfälligkeit gegen Peronospora und Phomopsie, sichere Erträge, sehr guter Absatz. Nachteile: hohe Ansprüche an die Lage, späte Reife, Empfindlichkeit gegen Stiellähme.

navigate_up

Müller-Thurgau (Rivaner, Müller, Riesling, Silvaner)

MuellerAKDie meistverbreitete Rebsorte Deutschlands.

Verbreitung: Deutschland (24.273 ha), Rheinhessen (5.958 ha), Baden (5.358 ha), Pfalz (4.969 ha), Mosel-Saar-Ruwer (2.836 ha), Franken (2.767 ha), Nahe (1.077 ha), Württemberg (814 ha), Rheingau (129 ha), Mittelrhein (49 ha), Bergstrasse (68 ha), Ahr (42 ha), Sachsen (83 ha), Saale Unstrut (123 ha) und Elsass, Luxemburg, Schweiz, Österreich, Ungarn, Südtirol, Neuseeland (45% der gesamten Weinproduktion).

Herkunft: 1882 vom Schweizer Prof. Dr. H. Müller aus Thurgau in Geisenheim gezüchtet. Wurden dann von Prof. Müller zur Schweizer Forschungsanstalt Wädenswil mitgenommen, die Rebe Nr. 58 stellte sich als besonders wertvoll heraus, man ist sich bei dieser Züchtung nicht einig welche Rebsorte der Kreuzungspartner des Rieslings ist, jahrelang galt der Silvaner als Partner, aber moderne Genomanalysen haben herausgefunden, dass es der Gutedel war.

Sortenmerkmale: Triebspitzen: offen, hellgrün, leicht flaumig, rötlicher Anflug. Blatt: mittelgroß, fünf- bis siebenlappig, tief gebuchtet, Blattrand abgesägt, Oberfläche schwach blassig, Unterseite spinnwebig, verkahlend, Stielbucht überlappend. Trieb: weitknotig, mittlere Geiztriebbildung. Holz: hellbraun, dunkelbraun gestreift. Traube: mittel bis groß, locker- bis dichtbeerig, konisch, oft geschultert. Beere: mittelgroß, oval, gelbgrünlich, leicht duftent. Austrieb: mittelfrüh bis spät. Blütezeitpunkt: spät, Blühfestigkeit hoch bis sehr hoch. Reife: früh bis mittelfrüh. Wuchs: mittelkräftig. Ertrag: hoch bis sehr hoch. Holzreife: mittelhoch.

Sorteneigenschaften: Ansprüche an Lagen und Böden: stellt nur geringe Ansprüche an die Lage, aber er hat große Ansprüche an den Boden, tiefgründige, frische, nicht zu trockene Böden. Frosthärte: mäßige Winterfrostfestigkeit, schlechter wie der Riesling, besser wie der Silvaner. Krankheitsanfälligkeit: sehr krankheitsempfindlich, stark bei Peronospora, Roter Brenner, Schwarzfleckenkrankheit, durchschnittliche Empfindlichkeit gegen Botrytis, Oidium.

Wein: Mostgewicht: in der Regel 65°Oe bis 75°Oe, in guten Lagen werden um 85°Oe geerntet, extrem höher Mostgewichte erreicht der Müller-Thurgau nicht. Säure: in der Regel ist die Säure nicht höher als 10 g/l, in besonders guten Jahren kann sie sogar auf 5‰ sinken, deshalb ist der Säureabbau zu unterdrücken. Beschreibung der Weine: feiner Muskatton bei leichten, süffigen Qualitätsweinen mit milder Säure, elegant und rassig bei höheren Qualitäten bis zu rieslingähnlich. Als Rivaner leichter Wein mit wenig Alkohol (10-11Vol.% Alk). Vorteile: frühe Reife bzw. geringe Lagenansprüche, Ertragstreue, eine harmonische Säure. Nachteile: schlechte Absatzchancen, da aus der Mode, Hohe Anfälligkeit gegen die Pilzkrankheiten, schwache Holzreife und Winterfrostfestigkeit.

navigate_up

Kerner (Herold weiß)

KernerAKErfolgreiche weiße Neuzüchtung von August Herold

Verbreitung: Deutschland (7.400 ha), Pfalz (2.400 ha), Rheinhessen(2.200 ha), Württemberg (800 ha), Mosel-Saar-Ruwer(900 ha), Nahe (400 ha), Franken (350 ha),Südtirol, Ostschweiz und Übersee (Versuchsanbau).

Herkunft: August Herold hat 1929 an der LVWO Weinsberg aus Trollinger und Riesling gekreuzt. Sortenliste und -schutz im Jahr 1969. Benannt nach dem Weinsberger Dichter, Arzt und Weinfreund Justinus Kerner (1786-1862).

Sortenmerkmale: Triebspitzen: offen, stark behaart. Blatt: mittelgroß, fünflappig, deutlich gebuchtet, Blattrand gezahnt bis gesägt, Stielbucht v-förmig bis geschlossen überlappend. Trieb: weitknotig, starke Geiztriebbildung. Holz: gelb bis rotbraun. Traube: mittel bis groß geschultert, lockerbeerig. Beere: mittel bis groß, rund, grün, dickschalig, schwaches Sortenbukett. Austrieb: spät, kurz nach Müller-Thurgau. Blütezeitpunkt: 1-2 Tage nach Müller-Thurgau, Blühfestigkeit hoch. Reife: mittelfrüh bis spät, kurz vor Silvaner. Wuchs: mittelstark mit starker Geiztriebbildung. Ertrag: mittel. Holzreife: sehr gut.

Sorteneigenschaften: Ansprüche an Lagen und Böden: mittlere Ansprüche an die Lage, nebelfreie Hochlagen sind ideal; gedeiht auf allen Böden. Frosthärte: ausgezeichnete Winterfrostfestigkeit, auch Spätfröste übersteht er. Krankheitsanfälligkeit: sehr gegen Oidium und Phomopsis empfindlich, wenig gegen Peronospora und Botrytis.

Wein: Mostgewicht: übertrifft den Riesling um 10 – 15°Oe, Trockenheit beeinträchtigt die Mostgewichtsleistung stärker als die des Rieslings. Säure: 8 – 12 g/l. Beschreibung der Weine: Frische rassige Wein mit rieslingähnlich fruchtigem Bukett, das gelegentlich einen leichten Muskatton aufweist. Die Weine sind in jeder Qualitätsstufe selbstständig. Vorteile: Eine der besten Neuzüchtungen. Gute Holzreife, Winterfestigkeit und Chlorosefestigkeit, hohe Mostgewichtsleistung und Ertragstreue. Nachteile: Starke Geiztriebbildung, Oidiumanfälligkeit, Schwäche gegen Botrytis.

navigate_up

Weißer Burgunder (Pinot Blanc, Pino bianco, Weißer Burgunder, Clevner)

WeissburgunderAKDie filigranste Rebsorte

Verbreitung: Deutschland (1.936 ha), Baden (844 ha), Pfalz (542 ha), Rheinhessen (308 ha), Saale Unstrut und Sachsen, Württemberg, Frankreich (1.600 ha), Österreich (2.800 ha), Norditalien (3.500 ha), Übersee.

Herkunft: Er ist durch Mutation aus dem Ruländer entstanden. Urkundlich ist der Weißburgunder bis ins 16 Jh. zurück zu verfolgen. 1872 wurde er als selbstständige Sorte bezeichnet.

Sortenmerkmale: Triebspitzen: offen, weißlich bis hellgrün, starkwollig. Blatt: mittelgroß, dunkelgrün, baslig, schwach dreilappig, Blattrand stumpf gezahnt, Stielbucht v-förmig, Herbstfärbung gelb. Trieb: engknotig, mittelstarke Geiztreibbildung. Holz: graubraun bis rötlich braun, dünn. Traube: mittelgroß, nicht geschultert, walzenförmig, dichtbeerig. Beere: mittelgroß, länglich bis rund, grüngelb, dünnhäutig, neutraler Geschmack. Austrieb: spät. Blütezeitpunkt: spät, Blühfestigkeit mittel bis hoch. Reife: mittelspät. Wuchs: mittelstark. Ertrag: gut. Holzreife: gut.

Sorteneigenschaften: Ansprüche an Lagen und Böden: Das Mindestmostgewicht von 80° bestimmt die Lage, also nur gute, warme Lagen. Es sind tiefgründige Boden mit ausreichendem Wassergehalt vorzuziehen. Frosthärte: ausreichende Winterfrosthärte. Krankheitsanfälligkeit: nicht im Übermaß, das einzigste ist die Anfälligkeit gegen Traubenwickler.

Wein: Mostgewicht: im langjährigen Mittel bei 85°Oe, grundsätzlich 6-8° höher wie die des Rieslings. Säure: 10-12g/l. Beschreibung der Weine: Das Bukett ist sehr umfangreich aber nicht so stark überbetont wie beim Ruländer. Er eignet sich hervorragend für Cuvées mit Bukett-Sorten, aber auch als sortenreiner Wein setzt er Maßstäbe. Vorteile: gute Mostgewichtsleistungen, geringe Krankheitsempfindlichkeit, gleichmäßiger Ertag. Nachteile: Hohe Lagenansprüche und die Weine haben einen hohen Mostgewichtanspruch.

navigate_up

Grauer Burgunder (Ruländer, Pinot Gris, Pino Grigio, Malvoisie)

GrauburgunderAKEine Kostbarkeit, durch sein volles Bukett

Verbreitung: Deutschland (2.523 ha), Baden (1467 ha), Pfalz (454 ha), Rheinhessen (351 ha), Nahe (100 ha), Württemberg, Frankreich (900 ha), Österreich (400 ha), Norditalien (2.200 ha), Übersee.

Herkunft: Er ist durch eine Knospenmutation aus dem Spätburgunder entstanden. Urkundlich ist der Ruländer bis ins 14 Jh. zurück zu verfolgen. Anfang des 18 Jh. wurde er zu ersten Mal in Deutschland angebaut. Der Name Ruländer stammt von seinem Entdecker Ruland.

Sortenmerkmale: Triebspitzen: offen, weißlich bis hellgrün, starkwollig. Blatt: mittelgroß, dunkelgrün, leicht baslig, schwach dreilappig, Blattrand stumpf gezahnt, Stielbucht v-förmig offen. Trieb: engknotig, mittelstarke Geiztreibbildung. Holz: rotbraun, dünn. Traube: mittelgroß, walzenförmig, dichtbeerig. Beere: mittelgroß, länglich, graurot, dünnhäutig, schwaches Bukett. Austrieb: spät. Blütezeitpunkt: spät, Blühfestigkeit mittel bis hoch. Reife: mittelspät. Wuchs: mittelstark. Ertrag: gut. Holzreife: gut.

Sorteneigenschaften: Ansprüche an Lagen und Böden: Das Mindestmostgewicht von 80° bestimmt die Lage, also nur gute, warme Lagen. Es sind tiefgründige, kräftige Böden vorzuziehen. Frosthärte: ausreichende Winterfrosthärte. Krankheitsanfälligkeit: keine Überempfindlichkeit, aber eine hohe Botrytisanfälligkeit, vor allem Traubenbotrytis.

Wein: Mostgewicht: im langjährigen Mittel bei 85°Oe, grundsätzlich 10° höher wie die des Rieslings. Säure: 10-12g/l. Beschreibung der Weine: Das Bukett ist sehr kräftig und feurig. Leichte, spritzige Weine aus Norditalien bis zu barocken Ruländern vom Kaiserstuhl. Vorteile: gute Mostgewichtsleistungen, gute Fruchtbarkeit, Stielfestigkeit und gute Möglichkeit zur Gewinnung von Spätlesen und Auslesen. Nachteile: Hohe Lagen- und Bodenansprüche und die Weine haben einen hohen Mostgewichtanspruch.

navigate_up

Grüner Silvaner

silvanerAbstammung: Aus Kaukasischer Wildrebe kultiviert und im Dreißigjährigen Krieg aus Transsylvanien nach Deutschland gebracht worden. Um 1900 auf ca. 60 % der damaligen Anbaufläche Deutschlands angepflanzt, wurde er später vom Müller-Thurgau weitgehend verdrängt. Es gibt auch eine Variante mit blauen Beeren, sogenannter Blauer Silvaner.

Rebe: Hellgrüne, kleine, rundliche Blätter. Wegen der milden Säure sind die fleischigen Beeren auch als Tafeltrauben beliebt.

Weincharakter: Mit vielen Grünreflexen durchsetztes Gelb. Milde, feinfruchtige Weine, die zu jeder Gelegenheit passen. In Spitzenjahren Wein mit viel Körper und weichem Bukett. Silvanerweine sind dezent in der Blume, dafür um so feiner. Paßt zu Süßwasserfischen, hellem Geflügel und Kalbfleisch.

navigate_up

Scheurebe

Abstammung: Nach ihrem Züchter Georg Scheu benannte Kreuzung zwischen Silvaner und Riesling aus dem Jahr 1956.

Rebe: Dunkelgrünes, kräftiges Laubwerk, Triebe werden im Spätsommer früh holzig und zeigen eine intensive Braunfärbung.

Weincharakter: Bringt ausdrucksvolle Weine mit kräftigem Aroma und lebendig-fruchtiger Säure. Bei hoher Reife werden ganz hervorragende Prädikatsweine erzeugt. Insbesondere die hohen Qualitäten eignen sich gut als Aperitif oder Begleiter von Desserts.

navigate_up

Gewürztraminer (Traminer, Traminer, Clevner, Savagnin rose)

TraminerAKEine der qualitativ besten, nördlichen Rebsorten.

Verbreitung: Deutschland (858 ha) [Pfalz, Baden, Rheinhessen, Württemberg,..] Elsass, Österreich, Südtirol (Tramin), weltweit auch USA, Australien, Neuseeland.

Herkunft: Sehr alte Sorte (es sollen 1500 Jahre sein), Herkunft nicht geklärt, wahrscheinlich kommt er aus Südosteuropa, dagegen sprich der Fund Bronners im Jahr 1857, der eine völlig identische männliche Wildrebe am Rhein fand. Erste Aufzeichnungen gehen ins Mittelalter zurück. Im 18. Jahrhundert wurde er in Baden und in der Pfalz von verschiedenen Adligen als erwünschte Sorte angebaut. Zur Namensgebung ist zu sagen, dass er unbestritten von der Südtiroler Region Tramin herstammt.

Sortenmerkmale: Triebspitzen: offen, stark weiß bis rötlich filzig behaart. Blatt: klein, rund, dreilappig, schwach gebuchtet, Oberfläche stark blassig und schwach behaart, unterseits dagegen stark, stumpf gezahnt, Stielbucht v-förmig bis geschlossen, Nerven rötlich. Trieb: engknotig, mittlere bis starke Geiztriebbildung dichtlaubig. Holz: braun mit bläulichem Anflug, dünn, engknotig. Traube: mittel bis klein, dichtbeerig gedrungen. Beere: klein, rund bis länglich, rotgrau, typisches Sortenbukett, dicke Schale. Austrieb: spät. Blütezeitpunkt: spät, Blühfestigkeit gering. Reife: spät. Wuchs: mittelstark. Ertrag: gering bis mittel. Holzreife: gut.

Sorteneigenschaften: Ansprüche an Lagen und Böden: der Traminer stellt sehr hohe Ansprüche an die Lage, es sollte eine windgeschützte gute sein, und er hat auch große Ansprüche an den Boden, tiefgründige, leicht erwärmbare Böden, kein Anbau in Maifrostlagen. Frosthärte: gut Winterfrostfestigkeit. Krankheitsanfälligkeit: nicht überempfindlich gegen die Pilzkrankheiten, Traubenfäulnis und Stielkrankheiten treten in dichtlaubigen Beständen auf.

Wein: Mostgewicht: mindestens 80°Oe, in guten Lagen können stets 90°Oe oder mehr geerntet werden, extrem höher Mostgewichte können erreicht werden. Säure: in der Regel ist die Säure bei 8 g/l, oft auch darunter. Beschreibung der Weine: würzige Weine mit einer an Rosenduft erinnernde Art. Trockene Kabinett- und Spätleseweine mit 3-5 g Restzucker sind ideale Begleiter zu Terrinen und Geflügelgerichte, edelsüße Weine sind dagegen sehr gut geeignet als Aperitif, zu Käse und zum Dessert. Vorteile: hohe Mostgewichtsleistung, feine würzige Weinart, gute Frosthärte, einer der edelsten Sorte. Nachteile: begrenzter Absatz, da Spezialsorte.

navigate_up

Muskateller

muskatAbstammung: Uralte Rebsorte, die nach der Legende schon Noah an Bord seiner Arche hatte. Im 16. Jahrhundert gehörte sie zu den meistgenannten Rebsorten. Heute als Spezialität über die ganze Welt verbreitet.

Rebe: Scharf gezacktes Laub, ovale Beerenform. Spätreifend, ebenfalls eine ideale Tafeltraube.

Weincharakter: Die Weine sind fruchtig und haben ein ausgeprägtes Muskataroma, hervorragend auch als Sekt! Man trinkt ihn gerne in geselliger Runde oder zu einem Dessert mit frischen Früchten.

navigate_up

Chardonnay

ChardonnayakWeltweit eine der bekanntesten Rebsorten

Verbreitung: Deutschland (334 ha), Frankreich (20.000 ha), Schweiz (200 ha), Kalifornien (25.000 ha), Australien (5000 ha), Südafrika (2.300 ha), Chile (4.500 ha).

Herkunft: Wahrscheinlich aus Vorderasien. Mit den Kreuzrittern nach Frankreich gekommen und in Burgund verbreitet worden. Bis heute gibt es keine exakte Trennung zwischen Chardonnay, Weißburgunder, Auxerrois und Morillion. Für den Namen stand eine kleine Siedlung nördlich von Mâcon Pate.

Sortenmerkmale: Triebspitzen: offen, weißlich bis hellgrün, starkwollig. Blatt: mittelgroß, dunkelgrün, leicht baslig, schwach dreilappig, Blattrand stumpf gezahnt, Stielbucht lyraförmig offen und durch Blattnerven getrennt. Trieb: engknotig, mittelstarke Geiztreibbildung. Holz: graubraun rötlich, dünn. Traube: klein- bis mittelgroß, walzenförmig, dichtbeerig. Beere: mittelgroß, länglich, grüngelb bis bernsteinfarben, dünnhäutig, schwaches Bukett. Austrieb: spät. Blütezeitpunkt: spät, Blühfestigkeit mittel bis hoch. Reife: mittelspät. Wuchs: mittelstark. Ertrag: gut. Holzreife: gut.

Sorteneigenschaften: Ansprüche an Lagen und Böden: Das Mindestmostgewicht von 80° bestimmt die Lage, also nur gute, warme Lagen. Es sind tiefgründige, kräftige, kalkhaltige Böden vorzuziehen. Frosthärte: ausreichende Winterfrosthärte, Maifrostempfindlich. Krankheitsanfälligkeit: keine Überempfindlichkeit, aber eine hohe Botrytisanfälligkeit, vor allem Traubenbotrytis.

Wein: Mostgewicht: im langjährigen Mittel bei 85°Oe, grundsätzlich 6-8° höher wie die des Rieslings. Säure: 10-14g/l. Beschreibung der Weine: Die feine Frucht nach Äpfel, Citrus und Pfirsich sind genau so typisch wie seine Wuchtigkeit. Säureabbau und Barrique sind positiv. Vorteile: gute Mostgewichtsleistungen, gute Fruchtbarkeit. Nachteile: Hohe Lagen- und Bodenansprüche und die Weine haben einen hohen Mostgewichtanspruch.

navigate_up

Sauvignon Blanc (Sauvignon Blanc)

SauvignonAKSpitzenrebsorte, jetzt wieder in Deutschland

Verbreitung: Frankreich (12.026 ha), Kalifornien, Südamerika, Südafrika, Italien, Österreich, Deutschland als Versuch.

Herkunft: Sehr alte R ebsorte, aber die Herkunft ist unklar. Vor Napoleon auch in Süddeutschland als Muskat-Silvaner angebaut und unter seiner Herrschaft ausgerottet.

Sortenmerkmale: Triebspitzen: offen, weiß-wollig, Saum rot. Blatt: mittelgroß, fünflappig, stark gewellt, wenig gebuchtet, breiter als lang, stumpf gezahnt, hellgrün, Stielbucht U- oder V-förmig offen. Trieb: eng- bis weitknotig. Holz: haselnussbraun, gerillt, mittelstark. Traube: klein, dichtbeerig, zylinderförmig, oft geflügelt. Beere: klein, dickschalig, gelblichweiß, länglich, ungleich dick, typisches Sortenbukett. Austrieb: mittelfrüh bis spät. Blütezeitpunkt: spät. Reife: mittelspät. Wuchs: kräftig. Ertrag: mittelmäßig, ungleichmäßig. Holzreife: mittel bis gut.

Sorteneigenschaften: Ansprüche an Lagen und Böden: hohe Ansprüche an den Boden, warme Lagen sind die Voraussetzung für volle Reife; gedeiht auf fast allen Böden, ideal sind kargere Böden. Frosthärte: geringe Winterfrosthärte, Empfindlich gegen Maifröste durch frühen Austrieb. Krankheitsanfälligkeit: nicht übermäßig gegen Peronospora und Botrytis, starker gegen Oidium und Phomopsis, die Trauben sind gegen Beerenfäule anfällig

Wein: Mostgewicht: 85°Oe bei reduziertem Ertag (60hl/ha), bei stark reduziertem Ertag 90° – 100°Oe. Säure: 8 – 10 g/l. Beschreibung der Weine: körperreiche Weine mit typisch grün-fruchtigem Bukett, das gelegentlich nach Schiesspulver, Brennesel, Stachelbeere, Zitrus und Passionsfrucht erinnert und schmeckt. Vorteile:. Novum im deutschen Weinbau, eine der besten Weissweine der Welt entstehen aus dem Sauvignon blanc. Nachteile: ungleichmäßige Erträge, Anfälligkeit gegen Oidium und Phomopsis.

Empfehlen Sie uns weiter:
  • Print
  • Digg
  • del.icio.us
  • Facebook
  • Mixx
  • Google Bookmarks
  • Blogplay
  • email
  • MisterWong
  • MySpace
  • PDF
  • Reddit
  • RSS
  • Twitter