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	<title>wein.com &#187; Sternbilder</title>
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		<title>Die Sage vom Wein</title>
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		<pubDate>Sat, 20 Feb 2010 16:25:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter Schwab</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
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		<category><![CDATA[Bacchus]]></category>
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		<description><![CDATA[Neulich bin ich über ein altes Buch mit dem Titel „Sagen des Abendlandes“ gestolpert. Der Einband versprach unter anderem die schönsten Sagen des klassisch-antiken Kulturkreises. An meine Schulzeit erinnert, begann ich darin zu Blättern und fand die Sage vom Wein: Bacchus, der griechische Gott des Weines, suchte einst einen fleißigen Bauern namens Ikarius auf. Dieser [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><!-- 		@page { margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } --></p>
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<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="color: #999999;"><span style="font-size: small;"><em>Neulich bin ich über ein altes Buch mit dem Titel „Sagen des Abendlandes“ gestolpert. Der Einband versprach unter anderem die schönsten Sagen des klassisch-antiken Kulturkreises. An meine Schulzeit erinnert, begann ich darin zu Blättern und fand die Sage vom Wein:</em></span></span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-size: x-small;"><em><br />
</em></span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Bacchus, der griechische Gott des Weines, suchte einst einen fleißigen Bauern namens Ikarius auf. Dieser begrüßte ihn ehrfürchtig und ließ ihn von seiner Tochter Erigone üppig bewirten. Dafür schenkte der Weingott dem Bauern sieben Schläuche voll mit gutem Wein. Bacchus sprach mit erhobenem Becher: „Koste, Ikarius, diesen Trank kennen die Athener noch nicht. Berühmt wirst du durch ihn werden!“ Der Bauer kostete den edlen Tropfen vorsichtig und fand ihn ausgezeichnet. Er trank Becher um Becher, bis er schließlich Bacchus zu Ehren Dankeslieder sang und tanzte. Der Weingott überließ Ikarius einige Rebenschösslinge und lehrte ihn, diese zu setzen und aufzuziehen, ehe er ihn wieder verließ.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Der Bauer arbeitete emsig und erntete unermüdlich Trauben, presste diese und verwandelte den dadurch gewonnenen Saft in Wein. Schließlich zeigte er seinen Zeitgenossen diese Kunst und nachdem die erste Ernte eingebracht war, bewirtete er sie. Die Bauern hatten noch nie einen ähnlichen Trank serviert bekommen und so saßen sie im Kreis und becherten ausgelassen. Doch da ihnen die zerstörende Kraft des Weines unbekannt war, tranken sie übermäßig. Und schon bald sangen die Männer nicht mehr, sondern grölten, sie tanzten nicht mehr, sondern torkelten, und die Erde schien plötzlich zu schwanken. Allesamt fielen sie betrunken zu Boden. Und da sie diesen Zustand nicht kannten, glaubten sie sich vergiftet. Sie waren außer sich vor Wut und schrien: „Ikarius, du Mörder!“ Sie bewaffneten sich und zogen los um Ikarius zu töten. Mit Hacken, Sicheln, Peitschen, Knüppeln und Steinen gerüstet fanden sie den ahnungslosen Ikarius bei seinem Vieh und schlugen ihn tot.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Als die Bauern wieder nüchtern wurden, erkannten sie ihr grausames Verbrechen. Tief betrübt und von Reue geplagt senkten sie die Köpfe, doch ihre Untat war nicht mehr rückgängig zu machen. Und so wuschen sie den Leichnam und trugen ihn nahe einer Quelle zu Grabe. Doch keiner wagte es, Erigone von diesem schrecklichen Unglück zu berichten. Als diese jedoch das Vieh ohne Herrn warten sah, wusste sie, dass etwas Schlimmes geschehen sein musste. Voller Furcht und Sorge suchte sie ihren Vater, doch niemand sagte ihr ein Wort. Verzweifelt durchkämmte sie die Umgebung, bis sie schließlich zu den Hirten im Wald kam, die ihr erzählten, was geschehen war. Sie führten Erigone zum Grab ihres Vaters, bei dessen Anblick ihr die Sinne schwanden. Das Herz brach ihr entzwei und entseelt sank sie zu Boden.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">So endete das Leben der beiden durch die tödliche Kraft des Weines. Ihr Vieh zerstreute sich in alle Winde, ihre Felder blieben unbestellt, und Wind und Wetter  zerstörten ihr Haus. Nur ihr Hund legte sich zu ihnen und blieb, bis auch er verendete.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Als Bacchus sah, welch großes Unglück sein Geschenk über die beiden gebracht hatte, packte ihn tiefes Mitleid und er berichtete den anderen Göttern davon. Diese konnten den Toten zwar nicht ihr Leben zurückgeben, aber sie setzten sie an den Sternenhimmel, um ihnen ein Denkmal zu errichten. Seitdem strahlt Ikarius als Ochsentreiber vom Himmel herab, Erigione wurde zum Sternbild der Jungfrau und der treue Hund zum hellleuchtenden Sirius, dem Hundsstern.</p>
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