Federweißer

Federweißer ist Traubenmost, dessen Gärung noch nicht beendet ist. In Österreich heißt er “Sturm”, in der Schweiz sagt man “Sauser” dazu. An manchen Orten nennt man ihn auch “Neuen Wein”. Er ist aufgrund der in ihm schwebenden Hefeteilchen trüb und schmeckt im Vergleich zu Wein sehr süß, erinnert also eher an Traubensaft. Federweißer gibt es nur Anfang des Herbstes während der Weinlese. Sollten Sie also Lust auf dieses schmackhafte Getränk haben, sollten Sie ab Mitte September zugreifen.

Gerade in den Weinbaugebieten wird der vitaminreiche Federweißer durch Winzergenossenschaften und Winzer direkt in deren Ladengeschäften verkauft. Dies liegt im Wesentlichen daran, dass der Traubenmost in der Flasche weitergärt und deshalb durch einen sogenannten Gärverschluss verschlossen ist. Dieser verschließt die Flasche nicht luftdicht, was dazu führt, dass die Flaschen stehend gelagert werden müssen und dadurch der Transport und die Lagerung erschwert wird. Um die Gärung hinauszuzögern, sollte der Traubenmost kühl gelagert werden. Am Besten schmeckt er, wenn sich die Süße der Trauben und die Säure der Gärung die Waage halten. Zu diesem Zeitpunkt hat er einen Alkoholgehalt von ca. 5 % Vol. und sollte keineswegs unterschätzt werden.

Aufgrund seiner Süße und der kurzen Lagerfähigkeit verleitet der Federweißer dazu, viel davon zu trinken. Zudem wird der darin enthaltene Alkohol kaum wahrgenommen. Aus diesem Grund genießt man Federweißen häufig zusammen mit Zwiebel- oder Flammkuchen.

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